Grüne zur Hausruckbahn-Debatte
"Verlässliche Öffis entlasten Mensch, Natur & Klima"
- Die Grünen der Bezirke Ried und Schärding reisten mit der Hausruckbahn.
- Foto: Grüne Bezirk Ried
- hochgeladen von Raphael Mayr
Für die Grünen in den Bezirken Ried und Schärding ist es unverständlich, dass in Zeiten der Klimakrise darüber nachgedacht wird, Regionalbahnen zu schließen und auf Busse umzusteigen.
BEZIRK RIED. Bei einer gemeinsamen Fahrt der Grünen der Bezirke Ried und Schärding mit der Hausruckbahn zeigte sich ein gut besetzter Zug, so die Politiker. Auf der Fahrt von Schärding nach Attnang-Puchheim fanden rege – zum Teil durchaus emotionale – Diskussionen über die mögliche Schließung der Bahnstrecke statt. Großes Unverständnis, Enttäuschung und Unmut seien bei vielen Äußerungen zu vernehmen, schildert Brigitte Huber-Reiter, Bezirkssprecherin der Grünen in Ried: "Die Klimakrise ist mittlerweile deutlich spürbar. Dass in so einer kritischen Zeit überhaupt daran gedacht wird, diese Bahn zu schließen ist unverständlich." Die Verlagerung des Bahnverkehrs zurück auf die Straße sei auch eine Belastung für Gemeinden wie Aurolzmünster oder St. Martin, die schon jetzt unter dem Verkehr leiden würden. "Die Raumordnung muss so gestaltet werden, dass entlang der Bahnstrecken Wohnbau stattfinden kann", fordert Benno Wageneder von den Grünen Ried. So würde auch der Bedarf an Straßenbau sinken. Nicht nur für Schüler, auch für deren Eltern sei die Hausruckbahn eine Unterstützung, meint etwa Wolfgang Gruber von den Grünen Neuhofen: "Sichere und verlässliche öffentliche Verkehrsmittel entlasten Familien." Darüber hinaus spiele die Hausruckbahn als Zubringer zu Railjets und Fernreisezüge eine bedeutende Rolle, erklären die Grünen.
"Öffis brauchts auch am Land"
Am Tag der "Fahrt ins Grüne" ist auch eine Schulklasse mit dem Zug unterwegs – ein weiterer wichtiger Punkt für Renate Bögl-Gruber, stellvertretende Bezirkssprecherin der Grünen in Ried: "Für jeden Ausflug einen Bus organisieren? Das ist finanziell, ökologisch und vom Aufwand her unvorstellbar." Alle Vertreter der Grünen in den Bezirken Ried und Schärding sind sich einig: Der öffentliche Verkehr ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit: Er muss allen zugänglich bleiben, nicht nur in urbanen Zentren.
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