09.10.2017, 14:03 Uhr

Mörderisches Drama

Der Gerichtssaal in Ried diente als Drehort. (Foto: Filmteam Zingerle)
BEZIRK (balu). Ein Mörder und Vergewaltiger, der in Höhlen sein Unwesen treibt. Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und inspirierte Eric Weglehner zum Film "Zingerle". Guido Zingerle versetzte die Tiroler in den 40-er und 50-er Jahren in Schrecken. Der Film rückt die Psyche des Menschen in den Vordergrund und beleuchtet die Hauptperson Guido Zingerle von verschiedenen Perspektiven. Etwa als Mörder, aber auch als Vater, der seiner Tochter am Bett vorliest. Einerseits begann Zingerle grausame Taten, die nicht zu rechtfertigen sind. Andererseits musste auch er selbst Leid erleben.

Ursprünglich war der Film als Abschlussprojekt geplant. Der 25-jährige Eric Weglehner studiert im Master auf der FH Salzburg. Sein Konzept überzeugte Schauspieler, die in ihren Rollen bereits Jagd auf Mörder machten oder selbst zum Opfer wurden. Etwa Tatort-Darsteller Roland Silbernagel oder Julia Rosa Stöckl, die im Horrorthriller "In drei Tagen bist du tot" um ihr Leben bangte. Ebenso sind Akteure der Krimiserie Soko Kitzbühl im Film "Zingerle" zu sehen. So entwickelte sich das Projekt zum Independent-Film.

Drehort in Ried
Derzeit wird fleißig gedreht. Vor kurzem im Gerichtssaal in Ried: "Nirgends fanden wir einen so schönen, alten Gerichtssaal wie in Ried, der bei der Restaurierung so gut als möglich im Original belassen wurde", so Regisseur Eric Weglehner. Großteils dienen die Originalschauplätze in Tirol und Südtirol als Kulisse. Die Fertigstellung des Films ist im Februar 2018 geplant. Die Arthouse-Produktion wird bei zahlreichen Filmfestivals eingereicht. Es wird sich erst zeigen, ob und wo der Film ausgestrahlt werden kann. Der junge Regisseur, der in Steinbach am Attersee und Freistadt aufgewachsen ist, machte bereits mit seinem Kurzfilm "Unter Toten" bei Filmfestivals auf sich aufmerksam. 
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.