Arbeiterkammer Betriebstour
Bezirk Rohrbach hat geringstes Einkommen in ganz Oberösterreich

Arbeiterkammerpräsident Johann Kalliauer (l.) im Gespräch mit Internorm Arbeiterbetriebsrat Ewald Baumann.
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  • Arbeiterkammerpräsident Johann Kalliauer (l.) im Gespräch mit Internorm Arbeiterbetriebsrat Ewald Baumann.
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Am 3. Dezember trafen sich Arbeiterkammerpräsident Johann Kalliauer und der Betriebsrat der Internorm Ewald Baumann im Gasthaus Dorfner in Rohrbach - um die Leistungen der Arbeitnehmer aus dem Bezirk vor den Vorhang zu holen

ROHRBACH-BERG. "Die Leistungen der Arbeitnehmer im Bezirk gehen unter", meint Arbeiterkammer Präsident Johann Kalliauer. Aber nicht nur das. Auch die Wertschätzung in Bezug auf das Einkommen lässt zu wünschen übrig. Rohrbach liegt bei den Einkommen traditionell auf dem hintersten Platz im OÖ Vergleich. Vor allem Frauen bekommen das zu spüren. Der Einkommensunterschied liegt hier bei 43,7 Prozent im Gegensatz zu den Männern im Bezirk. Und das obwohl die Rohrbacher Beschäftigten sehr produktiv sind. Mit einer Pro-Kopf-Wertschätzung von 67.000 Euro bleiben den Unternehmen im Bezirk im Schnitt 16.200 Euro Überschuss pro Mitarbeiter. 

Beschäftigte sind größte Steuerzahler

Die Arbeitnehmer im Bezirk sind nicht nur wichtige Leistungsträger. Das Staat und Gemeinwesen wird auch zum größten Teil durch ihre Steuern finanziert. "Die Arbeitnehmer leisten auch für die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag. Sei es bei der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Roten Kreuz", so Kalliauer. Die Rolle des Arbeitnehmers ist ein Schlüsselfaktor für Unternehmen und die Gesellschaft. Dafür haben sie es verdient, anständig behandelt zu werden. Die Realität, spricht oft einen andere Sprache. "Man sollte ein Recht haben auf Absicherung im Krankheitsfall, bei Arbeitslosigkeit oder im Alter", betont Kalliauer. 

Selbstbewusstsein der Arbeitnehmer stärken

"Respekt und Wertschätzung sind wichtig. Wir müssen näher an den Mitarbeiter herantreten", meint Internorm-Betriebsrat Ewald Baumann. Hierbei nimmt die Arbeitnehmervertretung einen wichtigen Stellenwert ein. "90 Prozent der Fälle bei der die Arbeiterkammer Arbeiter vertritt, passieren in Unternehmen ohne Betriebsrat", sagt Kalliauer. Jeder hat es verdient als Leistungsträger anständig behandelt zu werden. So fordert die Arbeiterkammer eine Senkung der Lohnsteuer, die Rücknahme der gesetzlichen Arbeitszeitverlängerung, eine kräftige Lohnerhöhung auf Basis der Produktivität, sowie die Umwandlung der Pendlerpauschale in eine kilometerabhängige Direktzahlung. Denn die erfolgreichsten Unternehmen leben auch nur von Arbeitern, die gut bezahlt und vertreten werden.

Autor:

Anna Rosenberger-Schiller aus Rohrbach

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