12.03.2018, 06:30 Uhr

Kurt Rabeder rettete seinem Vater Franz das Leben

Lebensretter Kurt Rabeder (l.) mit seinem Vater Franz und den alarmierten Sanitätern Bianca Hainzl und Peter Grubmair von der Ortsstelle St. Veit. (Foto: OÖRK/Hartl)
ST. JOHANN. „Ich konnte das Leben meines Vaters retten – dem Mann, der mir vor vielen Jahren mein Leben geschenkt hat“, blickt Kurt Rabeder auf den 9. September zurück. Jenen Tag an dem er seinen Vater Franz aus St. Johann ins Leben zurückholte. Vor Kurts Augen sackte der Pensionist zusammen und atmete nicht mehr. Dank einer reibungslosen Rettungskette überlebte er. Es war ein sonniger Samstag im Spätsommer: Kurt Rabeder (48) nutzte seinen freien Tag, um seine Eltern Franz (77) und Anneliese (77) im Mühlviertel zu besuchen und ihnen unter die Arme zu greifen. Schon seit einigen Wochen ging es Kurts Vater nicht so gut, er war gesundheitlich angeschlagen und brauchte Hilfe. Trotzdem gab es keine Anzeichen, dass dieser Tag das Leben von Kurt und Vater Franz in eine komplett neue Richtung drehte.

Vater sackte zusammen

„Plötzlich rief mir mein Vater zu, dass bei ihm etwas nicht in Ordnung ist“, erzählt Kurt Rabeder. Er eilte sofort vom Keller ins Wohnzimmer. „Als ich bei ihm war, sackte mein Vater auf einmal zusammen und er atmete nicht mehr“, schildert er jenen kurzen Moment, in dem er sofort realisierte was zu tun war. Er leistete Erste Hilfe: „Ich prüfte Puls, Atmung und Herzschlag und begann sofort, meinen Vater wiederzubeleben. Gleichzeitig hat mein Freund die Rettung alarmiert.“ Bis das Rote Kreuz eintraf, arbeitete er die Maßnahmen ab.

Zuvor Erste Hilfe Kurs gemacht

Kurts Glück: Vor wenigen Wochen absolvierte der IT-Techniker in seiner Firma einen Erste-Hilfe-Grundkurs. Er handelte automatisch. „In so einem Moment denkst du nicht nach, du funktionierst“, erzählt er. Als Sanitäter und Notarzt eintrafen, atmete Franz Rabeder bereits wieder. Eine perfekte Rettungskette und das tapfere Handeln seines Sohnes retteten dem Pensionisten das Leben. „So etwas vergisst du nicht – das prägt dein Leben“, sagen Kurt und Franz heute.

Mutter machte auch Kurs

Sie empfehlen jedem Menschen, einen Erste-Hilfe-Kurs zu machen. Ein Ratschlag, den Kurts Mutter Anneliese gleich beherzigte. Wenige Wochen nach dem Vorfall absolvierte sie beim OÖ. Roten Kreuz einen Grundkurs.

Wissen, was zu tun ist

Im Notfall entscheidet jeder Moment über Leben und Tod. „Das Einzige was man falsch machen kann, ist nichts zu tun“, weiß Bezirkslehrsanitäter Stefan Wagner. In 99 Prozent der Fälle passiert nichts, im Ausnahmefall bereit zu sein, lohnt sich zu 100 Prozent. Aus diesem Grund veranstaltet das OÖ. Rote Kreuz ab 14. März wieder flächendeckende Erste-Hilfe-Kurse an den Dienststellen. Unkomplizierte Online-Anmeldung und das komplette Erste-Hilfe-Kursangebot in ihrer Nähe unter www.erstehilfe.at. Übrigens: Der Kurs kann seit kurzem bequem via Online-Banking bezahlt werden.
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