01.09.2014, 10:54 Uhr

Allerstorfer fällt gegen Ex-Weltmeister

Daniel Allerstorfer ging bei der WM in Russland leer aus. (Foto: Foto: Fidler)
ST. PETER. Für Österreich gingen die Judo-Weltmeisterschaften im russischen Chelyabinsk ohne Medaille zu Ende. Daniel Allerstorfer aus St. Peter musste sich in der Klasse +100 Kilogramm seinem klar favorisierten Auftaktgegner Daiki Kamikawa aus Japan mit Ippon geschlagen geben. „Er war im Griffkampf sehr dominant. Ich konnte ihm zwar das eine oder andere Mal seine rechte Hand lösen, nachdem ich aber zwei Bestrafungen bekommen hatte, musste ich umstellen“, schildert der 21-jährige Mühlviertler. „Wir wussten, dass unsere Chance gegen Kamikawa nicht groß ist, darum versuchten wir es mit einer taktischen Variante“, erklärt Assistenz-Trainer Bela Riesz, der Allerstorfer coachte. Der Heeressportler sollte die Auslage wechseln und ihn mit einem links-eingedrehten Beinwurf (O-uchi-gari) attackieren. „Daniel hat es versucht, doch der Japaner blieb felsenfest stehen.“ Kamikawa, der 2010 Weltmeister in der Allkategorie (ohne Gewichtsklassen) wurde, wischte infolge bei einem Beinfeger Allerstorfers hinterher, wofür es Waza-ari gab. Am Boden finalisierte er den Kampf mittels Festhalter. „Mit etwas Losglück hätte Daniel hier 108 Punkte für Olympia-Qualifikation mitnehmen können. Aber das ist nunmal so“, wollte Riesz nicht lange mit dem Schicksal hadern. Auf den Zweiten der U23-Europameisterschaften wartet von 12. bis 14. September noch der Grand Prix in Zagreb, ehe er eine kleine Pause bekommt. „Er war zuletzt in sehr vielen Trainingslagern. So etwas laugt aus, vor allem im Kopf. Doch das ist notwendig für ihn, weil er in Österreich keinen geeigneten Trainingspartner hat“, so Riesz weiter.
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