28.10.2016, 08:20 Uhr

Aus der Traum: Österreichs Medaillenträume bei Faustball-WM geplatzt

Aus der Traum für die österreichischen Mädels in Brasilien. (Foto: Foto: ÖFBB/Dinböck)
BEZIRK. Für das Österreichische Frauen-Nationalteam steht bereits nach der Vorrunde der Faustball-Weltmeisterschaft 2016 in Curitiba/Brasilien fest, dass man bei den WM-Medaillen nichts mehr mitzureden hat. Mit dem enttäuschenden 5. Vorrundenplatz schafft das Faustball Team Austria den Einzug ins Halbfinale nicht.

Großer Druck

Bereits im Laufe der Vorbereitung waren mit Tanja Weigert und Magdalena Lindorfer zwei langjährige Stützen des Team Austria im Angriff ausgefallen. Beim Trainingslager unmittelbar vor der WM auf der „Ilha do Mel“ (Honiginsel, Brasilien) brach sich auch noch Hauptangreiferin Ines Mayer den Unterarm und musste die Spiele mit Gips vom Spielfeldrand verfolgen. Entsprechend gefordert waren die verbliebenen drei jungen Angreiferinnen Teresa Spadinger (19 Jahre), Carina Steindl (21) und Marlene Hieslmair (20), die in den sechs Vorrundenspielen ihr Potenzial nicht zur Gänze abrufen konnten, und im Service und Angriff zu wenig Druck auf die starken Teams erzeugen konnten.
Damit bleiben nach Abschluss der Vorrunde drei Siege gegen Australien, Argentinien und die Schweiz, und drei Niederlagen gegen das Heimteam Brasilien, den regierenden Weltmeister Deutschland und überraschend auch gegen Chile am Konto der Österreicherinnen. Das Spiel gegen die Chileninnen war es auch, das durch die knappe 0:2 (14:15, 09:11) Niederlage den Ausschlag dafür gab, das man nicht in die Runde der letzten Vier aufsteigen kann, um bei der Medaillenvergabe ein gewichtiges Wort mitreden kann.

Enttäuschung ist groß

Trainer Wolfgang Ritschel-Roschitz: „Die Enttäuschung sitzt uns noch im Nacken, nachdem es uns über weite Strecken nicht gelungen ist, unser vorhandenes Potential auszuspielen. Bei der hauchdünnen Niederlage gegen Chile hat uns auch noch das Quentchen Glück gefehlt, das ist sehr bitter. Wir wollen nun aber in den verbleibenden beiden Partien zeigen, was wir können und uns und den Gegnerinnen zeigen, dass wir mehr drauf haben.“ Am Freitag (28. Oktober) und am Samstag (29. Oktober) bestreitet Österreich mit Argentinien und Australien eine einfache Runde um die Plätze 5-7. Mit zwei Siegen sollte jedenfalls der 5. Platz nach der Vorrunde auch in der Endtabelle gehalten werden können. Im Halbfinale stehen sich der ungeschlagene Vorrundensieger Deutschland und die viertplatzierten Chileninnen, sowie Brasilien (2. der Vorrunde) und die Schweiz (3. der Vorrunde) gegenüber.
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