SGKK baute Versorgung aus und bilanzierte positiv

„Auch in Zukunft stehen stabile Finanzen für uns im Zentrum, denn nur so können wir verlässlich und dauerhaft die Versorgung sichern “, erklärt SGKK-Obmann Andreas Huss.
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  • Foto: Franz Neumayr
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SALZBURG (ck). Die SGKK kann für das Jahr 2015 knapp positiv bilanzieren. Der Gebarungsüberschuss beträgt 4,6 Millionen Euro oder 0,5 Prozent der Bilanzsumme. Die Ausgaben für die Gesundheitsleistungen betrugen 765 Millionen Euro. Sie sind stärker gestiegen als die Einnahmen. Ausgebaut wurden vor allem Psychotherapie, psychiatrische Versorgung und Leistungen für die Zahngesundheit von Kindern. „Wir haben ohne Schulden zu machen unsere Leistungen ausgebaut“, erklärt SGKK-Obmann Andreas Huss. „Auch in Zukunft stehen stabile Finanzen für uns im Zentrum, denn nur so können wir verlässlich und dauerhaft die Versorgung sichern “, erklärt Huss.

Einnahmen stiegen mehr als in anderen Ländern

Die Erträge der SGKK betragen 808 Millionen Euro, davon stammen 696 Millionen Euro aus Beiträgen und 112 Millionen aus sonstigen Erträgen wie z.B. Rezeptgebühren oder Behandlungsbeiträgen. Die Beitragseinnahmen sind um 3,7 Prozent – und damit mehr als in anderen Bundesländern - gestiegen. Grund dafür ist die in Salzburg niedrigere Arbeitslosigkeit.

Medikamente kamen am teuersten

Rund 765 Millionen Euro wurden für Gesundheitsleistungen von Versicherten ausgegeben. Dieser Posten stieg um 6,0 Prozent und damit stärker als die Einnahmen. Preistreiber bei den Ausgaben waren die Medikamente, die um 7,9 Prozent auf 150,7 Millionen Euro zulegten.

Ausgebaute Psychotherapie

Fast 5.000 SGKK-Versicherte nahmen im Jahr 2015 kassenfinanzierte Psychotherapie in Anspruch. Diese kassenfinanzierten Behandlungseinheiten stiegen in den letzten drei Jahren um 27 Prozent an. Es gibt bereits 174 Psychotherapeutinnen und –therapeuten mit einem Vertrag, die kassenfinanzierte Behandlung anbieten. Kassenfinanzierte Psychotherapie bedeutet einen weitgehend kostenlosen Zugang zur Behandlung.

Kostenlose Zahnspangen

Mit Juli 2015 startete die Gratis-Zahnspange in Salzburg. 12 Kieferorthopäden und –orthopädinnen erhielten einen Kassenvertrag. Im ersten Jahr haben rund 1.250 Kinder und Jugendliche eine Gratis-Zahnspange erhalten. Zusätzlich erhielten rund 500 Kinder und Jugendliche mit leichteren Fehlstellungen der Zähne einen Kostenzuschuss zur Zahnspange in der Höhe von 347 Euro.

Zuschuss bei Mundhygiene

Gerade bei Jugendlichen verhindert professionelle Mundhygiene das Entstehen von Karies – auch wenn sie kein Ersatz für das tägliche Zähneputzen sein soll. Deshalb führte die SGKK im vergangenen Jahr einen Zuschuss zur Mundhygiene für 12-18jährige ein.

Blick in die Zukunft

Die SGKK prognostiziert für 2016 einen knapp positiven Jahresabschluss. Die Arbeitslosigkeit in Salzburg geht leicht zurück, die Anzahl der Beschäftigten nimmt zu. Die Einnahmen der SGKK entwickeln sich damit stabil. Allerdings steigen die Ausgaben im Gesundheitsbereich weiterhin sehr stark an, zum einen durch die Alterung der Gesellschaft, zum anderen durch neue kostenintensive Produkte und Behandlungen.
„Große Spielräume für neue Leistungen bestehen derzeit nicht. Unsere beiden Schwerpunkte behalten wir aber bei: Wir wollen in den nächsten Jahren die zahnmedizinische Versorgung durch eigene kostengünstige Angebote ausbauen und wir wollen die – vor allem regionalen - Lücken in der Versorgung psychisch Kranker schließen“, kündigt Andreas Huss an.

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Autor:

Christian Kaserer aus Salzburg-Stadt

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