Stadtblatt in Action
VIDEO – Salsa: "Jeder entwickelt seinen eigenen Stil"

Im Verlauf der ersten Tanzstunde im Salsa Studio Salzburg wurden bei allen Teilnehmern die Grundschritte immer flüssiger und besser.
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  • Im Verlauf der ersten Tanzstunde im Salsa Studio Salzburg wurden bei allen Teilnehmern die Grundschritte immer flüssiger und besser.
  • Foto: Forthuber&Schrofner
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

Wir waren im Salsa Studio Salzburg zu Gast. Es stand der erste Termin des Salsa-Grundkurses auf dem Programm und ich (Redakteur Daniel Schrofner) war für unsere Sportreportage im Stadtblatt dabei. Meine bisherigen Erfahrungen im Tanzen – vor allem beim Salsa – beschränken sich auf ein absolutes Minimum. Doch so schlecht habe ich mich nach den fast zwei Stunden gar nicht angestellt.

SALZBURG. 14 Teilnehmer waren wir beim ersten Termin des Grundkurses Salsa im Salsa Studio Salzburg. Als allererstes galt es einmal, den richtigen Rhythmus zu finden. Dafür stellten wir uns in dem großen hellen Raum mit dem raumfüllenden Spiegel auf der einen und der großen Fensterfront auf der gegenüberliegenden Seite in einer Reihe auf und versuchten mit Klatschen und den ersten Grundschritten des Tanzes den richtigen Rhythmus zu fühlen. Immer unter den wachsamen Augen unseres Tanzlehrers und dem Geschäftsführer des Studios, Edwin Lasso-Torres. "Ganz wichtig beim Salsa ist das Rhythmusgefühl", betont der gebürtige Ecuadorianer. "Salsa ist ein sehr natürlicher Tanz, bei dem auch die Leidenschaft, die lockere Bewegung und vor allem Freundschaft und Freundschaften schließen wichtig sind."

Spaß muss man dabei haben

Seinen Ursprung hat Salsa in Kuba, wie 90 Prozent der lateinamerikanischen Tänze. "Ich bin jetzt schon seit 26 Jahren mit Salsa in Salzburg, so lange ist der Tanz auch in Österreich und Deutschland bekannt. Bei unserem ersten Kurs waren es 50 Frauen und nur zwei Männer", denkt Lasso-Torres mit einem Schmunzeln an die Anfänge zurück. Mit der Zeit ist auch das Interesse der Männer an dem lateinamerikanischen Tanz immer mehr gestiegen und jetzt hält sich das Verhältnis Frauen und Männer in den Kursen auch die Waage.

Für uns Teilnehmer ging es nun zum Partner finden, die alleine gekommen sind, da das Paartanzen anstand. Da ich nur mit meinem Kollegen Johannes, der bis ins Detail alles mit der Kamera verfolgte und keinen Tanzschritt wagte, ins Salsa Studio kam, durfte ich mit Agnes zusammen die ersten Salsa-Grundschritte üben. Zuerst ging es um die richtige Armhaltung und den Abstand zwischen Frau und Mann. Dann kam der Teil mit den gemeinsamen Schritten, wobei wir uns nur vorwärts und rückwärts immer mit drei kleinen Schritten zum Rhythmus bewegten. Also immer eins, zwei, drei, Pause ..., vier, fünf, sechs, Pause ..., ehe es wieder mit dem neuen Takt beginnt. Um das richtige Gefühl für den Tanz zu bekommen. Vor allem bei uns Männern fing nun das konzentrierte Denken an, da wir auch darauf achten mussten, nicht auf die Füße unserer Partnerin zu steigen. Die sieben Paare verteilten sich auf den ganzen Raum und unser Tanzlehrer Edwin schaute bei jedem vorbei, um zu schauen, ob die Armhaltung passt, ob der Abstand in Ordnung ist und ob die Schritte hinhauten.

Selbst bei diesen ersten einfachen Schritten merkte man, wenn man durch die Runde blickte, dass alle mit Spaß dabei sind. "Das macht Salsa auch aus. Es macht wahnsinnig viel Spaß und ist für den Kopf super entspannend", sagt Kathrin Krause, die bereits seit acht Jahren Salsa tanzt und ebenfalls bei unserer Tanzstunde dabei war. Neben Salsa bietet das Studio auch weitere Tanzarten wie Ballett, Hip Hop, Bachata, aber auch Zumba an. Jeden Dienstagabend sind Edwin & Co. auch im Escobar – dem ehemaligen Rebuplic – anzutreffen. Das nächste Highlight ist aber ihr Auftritt mit Live-Musik beim Salzburger Frauenlauf am kommenden Freitag im Volksgarten.

Die Drehungen und weitere Schritte stehen an

Nach den Grundelementen des Salsa zeigte uns nun Edwin mit Kathrin vor, was als Nächstes auf uns zukommt. Für die Damen hieß es nun mit kleinen seitlichen Schritten nach hinten zu gehen, während wir Männer es etwas einfacher hatten. Wir mussten einfach nur einen Schritt nach links machen und wieder in die Mitte zurück und einen Schritt nach rechts und wieder zurück, während wir die Damen mit den Händen führten. Ganz leicht zu merken, oder? "Die Männer brauchen immer etwas länger beim Lernen des Salsa-Tanzes. Sie kämpfen oft mit dem Rhythmus und gleichzeitig eben mit den Füßen und Händen. Die Frauen lernen schneller, brauchen aber dafür viel, sehr viel Geduld mit den Männern", erklärt Edwin.

Nachdem wir die neuen Schritte zu zweit probierten ging es auch zum ersten Mal in den Kreis, in dem es dann nach einem Stichwort von Edwin auch hieß, die Partnerin zu wechseln. Das ist in den Tanzkurses üblich, da man damit auch lernt, mit mehr als nur einer Partnerin zu tanzen. Mit Fortdauer der Tanzstunde wurde es sinngemäß auch ein wenig schwieriger. So standen als Nächstes für die Frauen die erste Drehung an, während wir Männer zwar bei der gleichen Schrittfolge blieben, nun aber neue Bewegungen mit den Armen hinzukamen, die uns Edwin zeigte. Es hieß nun die Frauen bei der Drehung zu führen und sie quasi wieder zu sich zurück zu bringen.

Überraschend gut gelaufen

Für meinen Geschmack bekamen Agnes und ich das ziemlich gut hin. Wir waren nur hin und wieder etwas zu schnell oder machten zu große Schritte. Beim Salsa sind kleine, fast minimale Schritte gefragt. Auch mit der Drehung und meinem Führen ging es ganz gut. Zum Abschluss der fast zwei Stunden ging es noch einmal in den Gruppenkreis, wo wir wieder im Takt – sei dazu gesagt – die Partner wechselten, um die neue Technik mit den anderen zu üben. Ich war absolut von mir überrascht, wie gut ich es hinbekommen habe. Im Vorfeld des Kurses hatte ich schon einige Zweifel, da ich noch nie der große Tänzer war und mich auch immer erfolgreich vor einem Tanzkurs gedrückt habe. Im Raum herrschte auch eine völlig entspannte Atmosphäre, dass man sich voll und ganz dem Tanzen hingeben konnte. Nach meinen ersten Versuchen bin ich wirklich stark am Überlegen, ob ich nicht doch noch einmal einen Tanz-(vielleicht Salsa-)kurs besuchen werden ...

Das war Teil 4 unserer Sportreportage-Serie im Stadtblatt Salzburg.
Unter diesem Link findet ihr noch einmal meinen Besuch bei den Salzburg Bulls, beim American Football.
Hier geht es noch einmal zum Auftakt der Serie, bei dem ich eine Trainingseinheit der Kickboxer des PSV Salzburg mitmachen durfte.
Und hier zu meinen Versuchen die Sportart Eiskunstlauf bei der Eisunion Salzburg auszuüben.

Autor:

Daniel Schrofner aus Salzburg-Stadt

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