07.11.2017, 11:10 Uhr

Die Angst der Männer vor Prostatakrebs

Prostatakrebs kommt schleichend und kann im Anfangsstadium vom Urologen erkannt werden. (Foto: pixabay)

Prostatakrebs verläuft heimtückisch: Lange Zeit verursacht die Erkrankung keine Beschwerden.

SALZBURG. Mit dem Wachstum des Karzinoms ähneln bei Prostatakrebs die Symptome - wie ständiger Harndrang oder verringertem Harnstrahl - der gutartigen Prostatavergrößerung. Es gibt keine "typischen" frühzeitigen Warnsignale, die auf eine Krebserkrankung hinweisen.

Nur der Urologe kann helfen

Umso wichtiger ist daher die Vorsorgeuntersuchung beim Urologen. Mit seiner Hilfe ist es möglich, kleinste bösartige Veränderungen der Prostata (Vorsteherdrüse) festzustellen. Ist der Tumor auf die Prostata beschränkt ist er sehr gut heilbar. Bei ungefähr vier von zehn Männern im Alter zwischen 60 und 70 Jahren bildet sich ein gutartiges Adenom in der Prostata, bei einem 1/6 der Männer ein Krebs, der über einen langen Zeitraum beschwerdefrei wächst. Auch bei jüngeren Männern können sich Tumore entwickeln, besonders gefährdet sind jene, die in ihrer Familie schon Fälle von Prostatakrebs hatten. Insbesondere bei Männern mit genetischer Vorbelastung sollte die Kontrolluntersuchung schon ab dem 40. Lebensjahr stattfinden.

Scheu vor der Untersuchung
Warum Männer erst bei ausgeprägten Beschwerden (z.B. Schmerzen zum Arzt gehen - rund zehn bis 20 Prozent der Patienten befinden sich bei der Erstuntersuchung im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium - wird oft mit Angst vor der rektalen Untersuchung begründet. Auch wenn sie vielfach als unangenehm empfunden wird, diese Methode verläuft schmerzlos und ist wichtig um den Zustand, die Größe und mögliche Veränderung der Vorsteherdrüse festzustellen. Weitere Diagnoseuntersuchungen sind ein spezieller Bluttest - das PSA (Prostataspezifisches Antigen)-Screening - sowie eine Ultraschalluntersuchung.

Therapieoptionen für Prostatakrebs

Wie Prostatakrebs behandelt wird, hängt vom Stadium und dem Schweregrad der Erkrankung ab. Da die Krebszellen für ihr Wachstum das Hormon Testosteron benötigen, senken Hormontherapien den Testosteronspiegel, damit schrumpft auch der Tumor. Neueste Studienergebnisse, die am 27. Februar in Wien auf der Pressekonferenz "Länger leben mit Prostatakrebs" vorgestellt wurden, geben auch Anlass zur Hoffnung bei Prostatakrebs in einem späten Stadium: Ein neuer Wirkstoff reduziert das Krebszellenwachstum und beeinflusst den Zelltod der Krebszelle, er kommt bei Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs nach Chemotherapie zur Anwendung.

Quelle: gesund.at

Weitere Beiträge zum Thema Männergesundheit finden Sie unter www.meinbezirk.at/heldencheck.

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