13.09.2017, 00:00 Uhr

"Süß oder scharf? Die Literatur im Härtetest

VIDEO - Der Linzer Tomas Friedmann leitet das Salzburger Literaturhaus. Am Würstelstand fragen wir ihn nach Schund, Banalität und dem Sinn von Lesen.

SALZBURG (lin). "Soll man sich plagen, wenn man ein Buch liest, dass nicht so richtig fetzt? Wann legt man es weg, wann schmeißt man es zum Teufel?" Das haben wir Salzburgs einflussreichsten Literaturmanager gefragt. Aber der sagt nur: "Man soll sich gar nicht plagen. Es ist wie beim Aufguss in der Sauna. Wem zu heiß wird, der geht einfach raus." Allerdings, so schränkt Tomas Friedmann ein: "Manchmal lohnt es sich halt schon, sich ein wenig anzustrengen mit einem Buch. Wer durchhält, wird nicht selten belohnt."

Schund, oder gar nichts?

"Eindeutig Schund-Literatur", sagt Friedmann und verweist auf Paolo Coelho. "Aber besser Coelho lesen als gar nicht lesen. Es gibt übrigens sogar großartige Comics. In jedem Fall gilt: Lesen schadet in den allerseltensten Fällen"


Salzburg keine Literaturstadt

"Doch, aber die Oper und die Musik sind halt lauter. In Salzburg haben großartige Autoren gelebt und leben noch", sagt Friedmann und spricht zugleich ein dunkles Kapitel der Salzburger Literatur an: "Hier fand die einzige organisierte Bücherverbrennung auf österreichischem Boden statt. Das gehört leider auch zu dieser Stadt."  



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