08.11.2016, 08:31 Uhr

Ein Haus voller Menschlichkeit

Kochen aus Menschlichkeit: Toni Fritzenwallner (m32), Gustl Absmann (Die Weiße und Fuxn), Heiner Raschhofer (Raschhofer). (Foto: Caritas/Wildbild)

Im Stadtteil Parsch eröffnete die Caritas eine neue Notschlafstelle für bis zu 77 Obdachlose.

SALZBURG (lg). Die kalte Jahreszeit rückt immer näher – pünktlich dazu hat die Caritas Salzburg im Stadtteil Parsch eine Notschlafstelle für bis zu 77 Obdachlose eröffnet. Das "Haus Franziskus" versteht sich als ein Auffangnetz für Menschen in Krisensituationen.

Schlafplatz, warme Mahlzeit und Kleidung

"Personen, die keinen Platz zum Schlafen haben, bekommen ein Bett in der Notschlafstelle. Die Einrichtung bietet die niedrigste Stufe der Versorgung, die die Grundbedürfnisse von Menschen erfüllt. Mit dem ‚Haus Franziskus’ sind wir als Caritas ganz nahe am Menschen. Freiwillige Mitarbeiter und in Not geratene Menschen werden das Haus zu einem Zentrum der gelebten Solidarität mitten in Salzburg machen", erklärt Caritas-Direktor Johannes Dines. Die Menschen erhalten einen warmen Schlafplatz, etwas zu essen, eine Waschmöglichkeit und frische Kleidung. Die medizinische Versorgung wird das Team des Virgilbusses übernehmen.

Kochen für die Ärmsten

Bekannte Salzburger Gastronomen werden im "Haus Franziskus" regelmäßig für die Menschen in der Notschlafstelle kochen. "Wir Gastronomen wollen damit auch ein Zeichen der Menschlichkeit setzen. Es gehört für uns dazu, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten uns auch um die Ärmsten kümmern", betonten August Absmann, Wirt in der Weißen und im Fuxn und Heiner Raschhofer.
Neben der Notschlafstelle werden im "Haus Franziskus" auch Langzeitarbeitslose über 50 einen Arbeitsplatz bekommen. "Mehr als 1.000 Menschen sind im Bundesland Salzburg seit über einem Jahr ohne Arbeit, die Arbeitsmarktintegration Langzeitarbeitsloser ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine besondere Herausforderung. Daher unterstützen wir Projekte wie das Logistikzentrum im Haus Franziskus, um den Wiedereinstieg für diese Menschen zu erleichtern", so AMS-Geschäftsführer Siegfried Steinlechner.
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