29.11.2017, 09:36 Uhr

Masernfall im Kindergarten Kendlerstraße

Die Leiterin des städtischen Gesundheitsamtes und Amtsärztin: Astrid Reichl-Marko. (Foto: Stadt Salzburg)
SALZBURG. Wie das städtische Gesundheitsamt mitteilte, ist eine erwachsene Person im Kindergarten Kendlerstraße an Masern erkrankt. Ein Team des Gesundheitsamtes war gestern, Dienstag, vor Ort, um den Immunschutz der Kinder sowie aller Kontaktpersonen zu überprüfen und gleichzeitig notwendige Abriegelungsimpfungen zu verabreichen. Gesundheitsamts-Leiterin und Amtsärztin Astrid Reichl-Marko: „Ein ausreichender Schutz besteht nur durch zwei Masernimpfungen. Wir haben alle Personen, die im möglichen Ansteckungszeitraum 17. bis 21. November im Kindergarten waren, aufgefordert, ihre Impfpässe vorzulegen. Bis dato ist noch kein weiterer Erkrankungsfall aufgetreten. Drei Kinder, die nicht ausreichend geimpft waren, mussten behördlich vom Besuch des Kindergartens bis 12. Dezember ausgeschlossen werden.“
Die Amtsärztin rät, bei Verdacht auf Masern "keinesfalls in Ordinationen oder Ambulanzen zu gehen, sondern den Hausarzt oder das Gesundheitsamt zunächst telefonisch kontaktieren. Nur so kann die hohe Ansteckungsgefahr gebannt werden“, sagt Reichl-Marko.

Sebastian Huber (Neos) fordert kostenlose Impfung

Neos-Gesundheitssprecher Sebastian Huber hat eine Statistik über Masernfälle in der Stadt Salzburg seit 2011. "Zwischen 2011 und 2016 gab es 17 Masernfälle in der Stadt Salzburg . Bereits im Mai 2015 forderte ich den für das Gesundheitsamt zuständigen Vizebürgermeister Harald Preuner auf, aktiv die ‚Werbetrommel‘ für die kostenlose Masern-Mumps-Rötelnimpfung zu rühren und von sich aus in einen aktiven Dialog mit der Bevölkerung über die Folgen von Masernerkrankungen einzutreten. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte ist die Stadt besonders gefährdet, dass sich einzelne Masernerkrankungen zu einer Masernepidemie entwickeln können. Information und Sensibilisierung über die Folgen von Masernerkrankungen muss von der öffentlichen Hand gewährleistet werden", betont Huber.
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