24.01.2012, 10:22 Uhr

So kochen Schülerinnen die Senioren ein

Da schmeckt es Wilhelm Bräuer gleich doppelt – weil es Biokost ist und weil Amina und Laura frischen Wind ins Seniorenheim bringen.

Mit Charme und Freude bereiten ABZ-Schülerinnen Bio-Kost für Senioren zu.

Der Mittwoch ist immer ein besonderer Tag im Seniorenheim Nonntal. Mittwochs kommen die Schülerinnen des dritten Jahrgangs der HLW St. Josef und helfen beim Zubereiten der Speisen in der zertifizierten Bio-Großküche des Seniorenheims, arbeiten an der Menüerstellung sowie der EDV-gestützten Berechnung der erforderlichen Lebensmittel mit und lernen so nebenbei nicht nur den Umgang mit Hygienevorschriften und den Arbeitsablauf in einer Großküche kennen, sondern auch, Barrieren zur älteren Generation abzubauen.

Für die Küchenchefs im Seniorenheim Nonntal bedeutet das zwar mehr Arbeit – weil sie ja die Schülerinnen sozusagen nebenher ausbilden –, aber auch einen Gewinn, sagt Seniorenheimleiter Ernst Hörzing. „Unsere Mitarbeiter sind stolz darauf, ihre Erfahrungen weitergeben zu können. Und nachdem bei uns wirklich alles frisch gekocht wird – die Zeiten, in denen wir Convenience-Produkte verwendet haben, sind schon lange passé –, öffnen sie ihre Küche natürlich besonders gerne. Und wer weiß: Vielleicht finden wir in der einen oder anderen Schülerin ja auch eine künftige Mitarbeiterin.“

Bio-Kost wird auf andere Seniorenheime ausgeweitet
Der ressortzuständige Vizebgm. Martin Panosch (SPÖ) will die Biokost ab 2013 schrittweise auch auf die anderen städtischen Seniorenheime ausweiten. „Was uns entgegenkommt, ist, dass die Preisschere zwischen Bio und konventionellen Produkten in den letzten Jahren kleiner geworden ist.“
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