Sozialhilfeverband startet Pflege-Offensive

Bemühen sich um mehr Auszubildende in der Pflege: Rudolf Greiner (Bezirkshauptmann), Anna Zallinger (Personal SHV), Anita Hötzeneder (Geschäftsstellenleiterin SHV Schärding), Wilhelmine Steinbacher (Direktorin Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich), Angelika Schwendinger (Direktorin LWBFS Andorf), Sonja Gimplinger (Leiterin 4. Jahrgang LWBFS Andorf), Hans Hingsamer (Gemeindebundpräsident OÖ)
  • Bemühen sich um mehr Auszubildende in der Pflege: Rudolf Greiner (Bezirkshauptmann), Anna Zallinger (Personal SHV), Anita Hötzeneder (Geschäftsstellenleiterin SHV Schärding), Wilhelmine Steinbacher (Direktorin Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich), Angelika Schwendinger (Direktorin LWBFS Andorf), Sonja Gimplinger (Leiterin 4. Jahrgang LWBFS Andorf), Hans Hingsamer (Gemeindebundpräsident OÖ)
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"Hundertprozentige Jobgarantie" bei Ausbildung oder Wiedereinstieg in einen Pflegeberuf.

BEZIRK SCHÄRDING (juk). Der Sozialhilfeverband (SHV) Schärding startet eine Charmeoffensive in Richtung Pflegekräfte. Denn: In den kommenden Jahren wird allein der SHV mehr als 100 zusätzliche Mitarbeiter im Pflegebereich benötigen. "Wir können eine hundertprozentige Jobgarantie geben", verspricht Bezirkshauptmann und SHV-Obmann Rudolf Greiner. Noch hätten die vier SHV-Altenheime keine Personalsorgen, aber die Entwicklung zeichne sich ab.

SHV-Budget verdoppelt

Konkret will der Sozialhilfeverband in den nächsten drei Jahren etwa 30 neue diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger, 60 Fachsozialbetreuer, etwa 17 Pflegefachassistenten sowie weitere etwa 30 Personen in Küche, Verwaltung oder Haustechnik von SHV-Einrichtungen einstellen. "Durch die Pensionierungswelle der Babyboomer-Generation und den Bedarf neuer Fachkräfte für die Projekte Zentrum Tummelplatz und das Vitale Wohnen in Taufkirchen ergeben sich beim Sozialhilfeverband viele neue Arbeitsplätze", erklärt SHV-Geschäftsstellenleiterin Anita Hötzeneder. In den letzen 15 Jahren hat sich das Budget des Sozialhilfeverbandes auf 53,6 Millionen verdoppelt, maßgeblich dadurch, dass immer mehr Menschen auf Pflege angewiesen sind. Daher will der SHV Schärding sich mit seinen vier Alten- und Pflegeheimen vermehrt in der Öffentlichkeit präsentieren – und auf die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region aufmerksam machen. Das ist zum einen der Standort Andorf der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich.

Junge Pflege startet am 14. September erstmals in Schärding

Hier wird, neben der Fach-Sozialbetreuung Schwerpunkt Altenarbeit, besonders das Angebot Junge Pflege, das sich direkt an Schulabgänger richtet, hervorgehoben. "Wir verlieren bisher viele Junge, an Pflege Interessierte, weil sie erst mit 17 Jahren einsteigen dürfen", berichtet Direktorin Wilhelmine Steinbacher. Nun können Jugendliche erstmals ab 14. September direkt nach Abschluss der neunten Klasse ihre Ausbildung starten. Seit Herbst 2019 wird auch an der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschule Andorf der dreijährige Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit und soziale Berufe um ein weiteres Ausbildungsjahr ergänzt. Schülerinnen können den Abschluss Heimhilfe oder Fachsozialbetreuung Altenarbeit anstreben. "Die Einstiegsmöglichkeiten sind fließend. Durch die Begleitung der Jugendlichen werden viele motiviert, die es sich mit 14 oder 15 Jahren noch nicht vorstellen konnten, in die Pflege zu gehen", so Sonja Gimplinger, Leiterin und Organisatorin des 4. Jahrgangs. Auch um Wiedereinsteigerinnen oder Umschulungswillige möchte sich der SHV zum Beispiel mit verschiedenen Ausbildungsmodellen wie Existenzsicherungsmodell oder Fachkräftestipendium sowie mit flexiblen Arbeitszeiten bemühen.

Autor:

Judith Kunde aus Schärding

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