Hochwasserschutz
"Uns darf nicht egal sein, wie Umgebung aussieht"
- Der Initiator der Bürgerliste Schärding, Richard Armstark, zeigt die massiven Hochwasserschutzmauern des Bauloses "Neustift".
- Foto: Ebner
- hochgeladen von David Ebner
Schärdinger Bürgerliste (BLS) unterstützt zwar den Hochwasserschutz in Allerheiligen, aber nicht wie geplant.
SCHÄRDING. "Der Hochwasserschutz für Schärding ist absolut wichtig und wird auch von der Bürgerliste gefordert. Die Frage ist also nicht, ob, sondern in welcher Art und Bauweise so ein großes Projekt umgesetzt werden soll", sagt Richard Armstark, der mit seiner Bürgerliste mit einem Mandat im neuen Gemeinderat vertreten sein wird. Als ein gelungenes Beispiel bezeichnet Armstark den 30-jährlichen Hochwasserschutz für die Altstadt. "Hier wurde vom zuständigen Gewässerbezirk Braunau – unter Mitwirkung des Bundesdenkmalamtes – sowie des Verschönerungsvereins 'Unser Schärding', als auch des Wasserschutzverbandes Schärding e.V. bewiesen, dass Hochwasserschutz durchaus landschaftsverträglich und trotzdem funktional umgesetzt und gebaut werden kann."
"Wollen kein Gefängnis"
"Bei dem nun vor der Fertigstellung stehenden Baulos „Neustift“ wurden leider die Argumente dieser beiden ansässigen Vereine, welche eine andere, landschaftsschonendere, Variante immer wieder gefordert haben, nicht berücksichtigt", beklagt der BLS-Initiator. "So wurde mehrfach vorgeschlagen, die sogenannte Schleusenlösung – welche ganz ohne die nun entstandenen, mächtigen Betonmauern ausgekommen wäre – zumindest einmal zu untersuchen. Leider stets erfolglos." Wie Armstark betont, "vermittelt der Anblick der mächtigen Betonmauern für jene Radfahrer, die auf dem daneben verlaufenden Radweg ins Stadtzentrum radeln, einen abweisenden Eindruck. "Das wird der 'schönsten Barockstadt Österreichs' nicht gerecht und schaut vielmehr aus wie ein Gefängnis", so Armstark zur BezirksRundschau. "Daran wird eine eventuell noch anzubringende, üppige Begrünung nicht viel ändern."
Bürgerliste Schärding appelliert an Verantwortliche
Aus diesem Grund appelliert die Bürgerliste Schärding nochmals eindringlich, dass die Verantwortlichen bei der Planung des Hochwasserschutzes „Allerheiligen“ auch die Bürger und den Verschönerungsverein miteinbeziehen. "Uns als mündige Bürger darf einfach nicht egal sein, wie unsere Umgebung aussieht: Schließlich verbringen wir den Großteil unseres Lebens hier und in dieser Umgebung und nicht an irgendeinem Urlaubsort."
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