Ausbilder im Gespräch
So werden Zimmerer von morgen ausgebildet
- Die Lehrlingsausbildner bei Weisshaidinger Holzbau in Taufkirchen an der Pram: Maximilian Kieslinger und Thomas Langenstraß.
- Foto: Weisshaidinger Holzbau
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Lernen von erfahrenen Profis – davon profitieren die Lehrlinge bei Weisshaidinger Ingenieur-Holzbau in Taufkirchen an der Pram. Für das Zukunftsmagazin 2026 hat MeinBezirk die beiden Lehrlingsausbilder Maximilian Kieslinger und Thomas Langenstraß zum Interview gebeten.
TAUFKIRCHEN AN DER PRAM. Mit Maximilian Kieslinger (28) und Thomas Langenstraß (40), die selbst die Zimmerer-Lehre absolviert haben – begleiten zwei engagierte Lehrlingsausbildner die nächste Generation von Zimmerern und Zimmereitechnikern auf ihrem Weg. Im Interview sprechen sie über ihre Begeisterung für den Holzbau und darüber, was junge Menschen für diesen Beruf mitbringen sollten. Außerdem verraten sie, warum das Handwerk Zukunft hat und welcher Satz im Lehrbetrieb besonders oft fällt.
- Maximilian Kieslinger (28) kommt aus Freinberg und hat bei Weisshaidinger die Lehre zum Zimmerer und Zimmereitechniker absolviert. Seit heuer 2026 bildet er mit Betrieb selbst die Lehrlinge aus.
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Welcher Lehrlingsmythos stimmt überhaupt nicht?
Langenstraß: Dass im Sommer Samstag ständig gearbeitet werden muss.
Was war die größte Herausforderung für Sie, als Sie selbst Lehrling waren?
Kieslinger: Dass man den eigenen Anforderungen gerecht wird und keine Fehler macht.
Was begeistert Sie an Ihrem Beruf?
Kieslinger: Das Arbeiten mit Holz und die Kombination zwischen präziser Planung und körperlichem Einsatz.
Drei Worte, die Ihre Art zu lehren beschreiben?
Langenstraß: Teamfokussiert, leistungsfordernd, kameradschaftlich.
Warum hat der Beruf Zukunft?
Kieslinger: Weil nachhaltiges Bauen im Kommen ist und deshalb Fachkräfte in diesem Bereich gefragt sind.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Ihre Lehrlinge aus?
Kieslinger: Wir treffen uns morgens in der Firma, bereiten alles vor und dann heißt’s raus auf die Baustelle.
Welche Eigenschaften sollten Jugendliche für diesen Beruf mitbringen?
Langenstraß: Eine gute Grundfitness, Schwindelfreiheit sowie gute Leistungen in Mathematik und Physik.
Was war der bisher lustigste Moment mit einem Lehrling?
Kieslinger: Auf der Sommerrodelbahn beim Ausflug geht's immer lustig zu.
Welchen Satz sagen Sie mindestens einmal die Woche im Lehrbetrieb?
Langenstraß: Handy weglegen …
Und welches Wort hören Sie von den Lehrlingen am meisten?
Kieslinger: “Alter”
Der wichtigste Tipp, den Sie Lehrlingen in spe mit auf den Weg geben?
Langenstraß: Beschäftigt euch mit dem Handwerk und bastelt mit Holz, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
Was macht Sie als Ausbildner besonders stolz?
Kieslinger: Wenn die Lehrlinge erfolgreich abschließen und vielleicht sogar die Polier-Schule oder den Meister anstreben.
- Michael Wagner (18) aus Eggerding, Lehrling zur Zimmerertechnik bei Weisshaidinger: „Die Lehre ist cool, weil die Arbeit immer abwechslungsreich ist, es gute Aufstiegsmöglichkeiten gibt und man mit dem natürlichen Baustoff Holz arbeitet.“
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Lehrberuf Zimmerin und Zimmerer
Zimmerinnen und Zimmerer arbeiten mit Holz und bauen Dachstühle, Holzhäuser sowie Wand- und Deckenkonstruktionen. Sie fertigen oder montieren Auf- und Zubauten, Hallen oder Ställe und verbinden Bauteile mit Nägeln, Schrauben, Dübeln oder Kleber. Außerdem arbeiten sie mit modernen Holzbearbeitungsmaschinen und sorgen dafür, dass aus einzelnen Holzteilen stabile Bauwerke entstehen. Die Lehrzeit dauert drei Jahre
Lehre Zimmereitechnikerin oder Zimmereitechniker
ZimmereitechnikerInnen bauen auf der Zimmerer-Lehre auf und übernehmen zusätzlich technische und organisatorische Aufgaben. Sie planen Holzkonstruktionen, wickeln Aufträge ab, erstellen Dokumentationen und machen Kalkulationen. Zudem fertigen sie in einer modernen Abbundhalle vorgefertigte Bauelemente und montieren sie anschließend auf der Baustelle. Die Lehrzeit dauert vier Jahre.
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