23.11.2016, 17:00 Uhr

Wenn der Nikolaus vor der Tür steht ...

Dem Nikolaus "Hallo" sagen und vielleicht sogar den Stab halten dürfen, ist für die Kinder etwas Besonderes. (Foto: Kinderfreunde Schärding)

Günter Streicher ist seit mehr als 15 Jahren für die Schärdinger Kinderfreunde als Nikolaus unterwegs.

SCHÄRDING. Die erste Kerze am Adventkranz brennt, draußen wird's dunkel und die Kinder drücken die Nasen an die Fensterscheiben. "Wann kommt er denn endlich?" Die Rede ist vom Nikolaus. Jedes Jahr besucht er, meist zwischen 5. und 6. Dezember, viele Kinder – daheim und bei Vereinsfeiern. So auch im Bezirk Schärding. "Es ist eine alte christliche Tradition und gehört bei uns zur vorweihnachtlichen Stimmung im Advent dazu", sagt Günter Streicher. Trotz vieler beruflicher und politischer Aktivitäten lässt er es sich nicht nehmen, jedes Jahr aufs Neue ins Nikolauskostüm zu schlüpfen. "Die strahlenden Kinderaugen belohnen einen dafür", meint er. Außerdem sei Nikolaus von Myra der erste soziale Mensch gewesen, der Kleidung und Naturalien von den Reichen gesammelt und an Bedürfte verteilt hat. "Ich bin als Vizebürgermeister in Schärding für das Soziale zuständig, da ist also der Nikolaus für mich ein großes Vorbild."

Krampus Ja, aber brav

Rund 30 Familien besucht Streicher als Nikolaus jährlich. Ebenso Kinderturnstunden und Nachwuchsfußballer. Manche Kinder hätten etwas Respekt, erzählt Streicher, der aber verfliegt, wenn sie den Nikolausstab halten dürfen und ein Lied oder ein Gedicht vortragen. "Manchmal erzählen die Kinder Geschichten aus dem Vorjahr oder sie fragen, ob ich ihre Zeichnungen vom letzten Jahr noch habe", schmunzelt er. Und wie sieht es mit dem Krampus aus? Dessen Anwesenheit wird ja immer wieder kritisiert oder zumindest diskutiert. "Bei uns gehört der Krampus als Tradition einfach dazu. Meiner ist auch sehr brav und hilft dem Nikolaus die Geschenke verteilen. Manche Leute fragen sogar danach, andere wieder wollen, dass ich alleine komme. Das entscheiden die Menschen, die uns einladen. Dann bleibt der Krampus einfach draußen vor der Tür", sagt Streicher.
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