17.05.2018, 16:25 Uhr

UV-Strahlung: Die Schattenseiten des Sommers erkennen

Das Sonnenschutzmittel sollte einen hohen UVA- Filter haben. Dieser ist für eine intakte Hautoberfläche wichtig. (Foto: Gina Sanders/Fotolia)
BEZIRK (tazo). Sonne tut gut, das wissen wir alle. Sie steigert das Wohlbefinden, verbessert die psychische Verfassung und stimuliert die Abwehrkräfte. Gebräunte Haut wirkt hierzulande attraktiv und strahlt für so manchen pure Gesundheit aus - so glaubt man zumindest. Doch der Schein trügt. Dieser und noch viele weitere solcher Mythen, Halbwahrheiten und Gerüchte, rund um das Thema Sonnenschutz, kursieren jährlich im World Wide Web und verunsichern viele Sonnenanbeter. Isabel Lombardini, Inhaberin der St. Michael Apotheke in Andorf, klärt deshalb auf: "Der Mythos, dass ich mich nicht mit einem Sonnenschutz eincremen muss, wenn ich mich vorwiegend im Schatten aufhalte, stimmt nicht. Die UV- Strahlen der Sonne durchdringen auch das Blattwerk. Jeder noch so kleine Sonnenbrand ist gefährlich, die Haut merkt sich jede Schädigung. Schwere Sonnenbrände schädigen die Hautzellen bis in den Zellkern hinein und können in Folge die Ursache für Hautkrebs sein. Auch der regelmäßige Besuch eines Solariums ist kein ausreichender Schutz vor Sonnenbrand, weil dort nur mit UVA- Licht gearbeitet wird. Das ist eine weiterer Stressfaktor für die Haut."

Die Redewendung "Nur nichts anbrennen lassen", bekommt angesichts dieser Gefahren eine völlig neue Bedeutung. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten. "Nie zu lange der direkten Sonnenbestrahlung aussetzen. Wenn man berufsbedingt im Freien arbeitet, ist eine Kopfbedeckung zu empfehlen, um einen Sonnenstich beziehungsweise einen Sonnenbrand zu verhindern. Weiters schützt helle, leichte und weite Kleidung die Haut, vor allem jene aus Leinen oder Baumwolle. Synthetisches Material sollte man komplett meiden, weil die Haut darunter nicht atmen kann. Ein Hitzestau droht", warnt die Apothekerin eindringlich.

Kinder besonders gefährdet
Man sagt, dass die Haut ungeschützt nicht länger als 10-15 Minuten der direkten Sonne ausgesetzt werden sollte. Gerade bei Kindern, die im Sommer gerne im Pool planschen, stellt das eine große Gefahr dar. "Kinder, die oft ins Wasser gehen, müssen öfter nachbehandelt werden. Immer genug zu trinken geben und Kopfbedeckung nicht vergessen. Ganz kleinen Kindern sollte man auch einen leichten Body anziehen." Also immer ausreichend Sonnencreme auftragen. Als Faustregel gilt 7- 10 Teelöffel für den gesamten Körper.
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