Fügen
Die Zukunft ist bürgerlich
- Im Sommergespräch Dominik Mainusch, Bürgermeister von Fügen, Landtagsvizepräsident und Parteiobmann der VP im Bezirk.
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Im MB-Sommergespräch Dominik Mainusch, Bürgermeister, Landtagsvizepräsident und seit kurzem Parteiobmann der Volkspartei im Bezirk.
Seit März diesen Jahres sind Sie nun Bezirksparteiobmann der ÖVP. Gefällt Ihnen Ihre neue Aufgabe?
Es geht nicht um mich und mein Wohlbefinden. Es geht darum, unser Land nach vorne zu bringen, die Probleme der Leute zu verstehen und effektive Lösungen auf den Tisch zu legen. Die Menschen erwarten sich zu Recht, dass in ihrem Sinne etwas weitergeht. Darauf fokussieren wir uns als bürgerliche Kraft der Mitte. Und ja, das gefällt mir. Ich brenne dafür, etwas beizutragen.
Warum sollten die Jungen die Volkspartei wählen?
90 Prozent der jungen Generation denken laut Studien bürgerlich. Sie wollen sich etwas aufbauen, ihre Lebensziele realisieren und sind bereit, dafür die Ärmel hochzukrempeln. Ich will, dass diese Generation ihre Perspektiven zurückbekommt. Das Schaffen von Eigentum muss wieder realistisch werden.
Wie soll das gehen?
In dem wir Tiroler Wohnraum vor preistreibender Spekulation schützen. Es kann nicht sein, dass zigtausende Wohnungen in diesem Land leerstehen oder illegal als Ferienresidenz zweckentfremdet werden und daneben die einheimischen Familien durch die Finger schauen. Tiroler Wohnraum für Tiroler Bürger. Zudem müssen wir diese Flut an Vorschriften reduzieren. Die Bürokratie ist kaum noch erträglich - übrigens nicht nur im Wohnbau.
Der Verkehr als Dauerbaustelle?
Ich will das nicht schönreden. Wir kommen nur in kleinen Schritten voran, obwohl alle Lösungen längst am Tisch liegen. Der Verkehrsknoten Wiesing kommt nun endlich in die Gänge. Bei der Umfahrung Fügen sind aber noch immer die Grundeinlösen offen. Bei der Zillertalbahn dürfte nach der Finanzierungszusage des Bundes nun bald die Ausschreibung beginnen. In Summe ist das aber zu langsam. Ich verstehe den Unmut der Bevölkerung, die zu Recht mehr Tempo verlangt.
Braucht es einem Bettenstopp?
Meine Position ist seit Jahren die Gleiche. Wenn ein bestehender Betrieb sich weiterentwickeln will, muss das möglich sein, sofern damit eine Qualitätssteigerung einhergeht. Neue Hotelprojekte halte ich aber definitiv für nicht notwendig.
Situation der Gemeinden?
Finanziell wird die Luft für die Gemeinden immer dünner, weil die Aufgaben immer mehr werden und die Kosten davongaloppieren. Auf Dauer geht sich das nicht mehr aus. Ich würde mir wünschen, dass der Bund kommunale Basisinfrastruktur von der Umsatzsteuer befreit. Das würde ordentlich entlasten.
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