Zeller Wasser oder die Frage nach dem Ekel

In der Zillertaler Gemeinde Zell herrscht Aufruhr. Seit die Gemeinde eine neue Wasserfassung beim Heimatmuseum errichtet hat gibt es immer wieder Probleme. Es ist vor allem die Farbe des Wassers, die der Bevölkerung sauer aufstößt denn diese ist teils alles andere als appetitlich! Bürgermeister Pramstrahler kennt die Problematik und tut alles, damit das Zeller Wasser wieder sauber wird.

ZELL (fh). Roswitha S. und ihre Freundin Johanna M. (Namen der Redaktion bekannt) sind sauer. Jahrelang tranken die Zeller Gemeindebürger sauberes Quellwasser vom Rohrberg und waren zufrieden damit. Seit dem Bau der neuen Grundwasserfassung beim Heimatmuseum gibt es jedoch Probleme. Zahlreiche Gemeindebürgerinnen ekeln sich verständlicherweise vor dem Trinkwasser, denn rein nach der Farbe des Wassers zu urteilen, könnte selbiges auch aus einer stinkenden Kloake kommen. „Ich verstehe nicht warum wir als Zeller Gemeindebürger überhaupt Grundwasser trinken müssen und nicht weiterhin das Quellwasser nutzen. Diese braune Brühe will doch keiner trinken und da kann der Herr Bürgermeister noch so beschönigen – es ist einfach ein Frechheit“, ärgert sich Roswitha S. Die neue Wasserfassung in Zell ist notwendig geworden, da das Quellwasser aus Rohrberg, laut Messung, einen zu hohen Arsengehalt ausgewiesen hat. „Wir haben jahrelang das Wasser getrunken und es hat nie Probleme gegeben. Jetzt soll ich plötzlich die Nudeln für meine Kinder in dieser Brühe kochen - nein, danke, da fahre ich lieber in die Nachbargemeinde Hippach und hole mir mein Wasser selbst, was ich schon seit längerem tue“, zürnt Johanna M.

Nicht immer dreckig
Das Zeller Wasser kommt schubweise dreckig aus der Leitung und die Ortsteile Rosengarten und Aufeld sind besonders betroffen. „Man hat uns angeboten für die Reinigung des Wassers eine Osmoseanlage einzubauen, doch die kostet 4.000,- Euro pro Haushalt. Das ist eindeutig zuviel Geld. Bei uns im Zillertal gibt es Wasser genug und wir verlangen sauberes Trinkwasser“, erklärt Roswitha S.

Hippach könnte mitversorgen
Hippachs Bürgermeister Gerhard Hundsbichler kennt die Lage in Zell, denn man musste bereits einige Mal in Sachen Wasserversorgung einspringen. „Die Wasserversorgung von Zell wäre für uns kein Problem aber die Gemeindeführung hat sich dazu entschieden eine Bohrung und eine eigene Wasserfassung zu machen“, erklärt Hundsbichler.

Bürgermeister ist bemüht
Robert Pramstrahler, Bürgermeister von Zell beurteilt die Situation wie folgt: „Wir hatten die letzten zwei bis drei Monate keine Beschwerden mehr wegen dem Wasser und waren auch von Seiten der Gemeinde großzügig und haben den betroffenen Personen die Wasserstände gutgeschrieben. Die Qualität des Wassers ist unbestritten und bei den Verfärbungen handelt es sich um Ausspülungen der Rohrleitungen. Die Gemeinde und auch viele Privatpersonen haben das Wasser untersuchen lassen mit dem Ergebnis, dass es unbedenklich ist. Es ist mir vollkommen bewusst, dass die Situation für die Bevölkerung nicht einfach war aber eine endgültige Lösung ist in Sicht und dann gehört verschmutztes Wasser in Zell der Vergangenheit an“, erklärt der Dorfchef.

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