27.10.2016, 20:02 Uhr

Kosovo sagt Danke Tirol

Die Bezirksblätter Schwaz reisten in den Kosovo, um mit Tiroler Hilfe entstandene Landwirtschaftsprojekte zu besichtigen.

KOSOVO (dw). Mit an Bord waren LA Hermann Kuenz, Peter Logar, der ehemalige Flüchtlingskoordinator des Landes, der seit seiner Pensionierung ehrenamtlich für das Projekt arbeitet und Landes-Agrar-Experte Andreas Leichter. Im Kosovo tätig ist Nazmi Muza, der sich vor Ort Tag für Tag um die korrekte Umsetzung der Vorhaben kümmert. So wurden mit relativ wenig Mitteleinsatz tolle Programme auf die Beine gestellt, hunderte Familien unterstützt und tausenden Menschen eine Zukunft ermöglicht. „Wir unterstützten in erster Linie landwirtschaftliche Projekte“ so Logar, der das Kosovo-Programm seit dem Start im Jahre 1999 betreut.

Wichtige Hilfe aus Tirol

LA Hermann Kuenz, selbst Obstbauer und Schnapsbrenner in Osttirol und Obmann des Finanz- sowie des Agrarausschusses im Tiroler Landtag, möchte die Hilfe im Kosovo unbedingt fortsetzen. „Wenn wir den Menschen in ihrer Heimat eine Zukunft ermöglichen, dann müssen sie auch nicht von zu Hause weggehen. Jeder Euro, der hier investiert wird, rentiert sich nicht doppelt- oder dreifach, sondern vielfach. Und die Landwirtschaft ist eine große Chance für dieses rohstoffreiche Land“, ist Kuenz überzeugt. Neben dem Obstbau werden auch andere landwirtschaftliche Vorhaben unterstützt. So wurde ein Schweinestall für 200 Tiere, eine Bewässerungsanlage sowie ein Rindermaststall und eine Schnapsbrennerei eröffnet. Weiters besichtigt wurde die Feuerwehr in Mitrovica, eine Imkerei und das christliche Kloster Visoki Decani aus dem 14. Jahrhundert, welches unter dem Schutz der KAFOR steht und wo Pater Danilo eine Schaf und Rinderzucht betreibt, wobei die Erweiterung der Stallungen vom Land Tirol unterstützt wird. „Es ist schon wichtig, dass die Betroffenen auch selbst einen Teil bezahlen. Denn was nichts kostet ist bekanntlich auch nichts wert meint Peter Logar. Auch Österreichs Botschafter im Kosovo, Gernot Pfandler lobte bei einem Treffen das Tiroler Engagement in höchsten Tönen.

Zum Kosovo:

Die Hauptstadt ist Pristina und die Landesfläche der Republik ist mit 11.000 km2, etwas kleiner als Tirol und hat zwei Millionen Einwohner. Eine weitere Million Kosovaren lebt in Österreich, Schweiz und Deutschland. Ein durchschnittliches Monatseinkommen liegt bei ca. 300 Euro, die Durchschnittspensionshöhe bei 200 Euro.
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