12.000 Euro für Sanierung
„Die Liebenden von Himberg“ haben einen neuen Platz gefunden
- GGR Sascha Csida, Vizebgm. Manfred Mitzl, Bürgermeister Ernst Wendl, Archivar Walter Karlik, Firma Steinmetz Schmalzl und Feldmann: Michael Feldmann, Archivar Johann Bernsteiner nach der Denkmalenthüllung.
- Foto: Marktgemeinde Himberg
- hochgeladen von Mirjam Preineder
Die restaurierten „Steinernen Liebenden“ wurden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung offiziell an ihrem neuen Standort neben der Kirche enthüllt.
HIMBERG. Bei bestem Wetter fand die Veranstaltung großen Anklang und zahlreiche Kulturinteressierte folgten der Einladung zur feierlichen Enthüllung. Die beiden historischen Steinfiguren haben damit ihren bisherigen Platz im Hinterhof des Gemeindeamtes verlassen und stehen nun auf zwei eigens vorbereiteten Sockeln für die Bevölkerung sichtbar und zugänglich.
Bürgermeister Ernst Wendl eröffnete die Veranstaltung und gab einen Einblick in die Geschichte der beiden Figuren, ihre Übersiedlung sowie die umfangreichen Recherchen zur überlieferten Sage. Für die fachgerechte Sanierung wurden rund 12.000 Euro investiert. Ein besonderer Dank gilt dabei dem Himberger Unternehmen Schmalzl und Feldmann, welches die Restaurierungsarbeiten durchgeführt hat.
Romanische Überlieferungen gefunden
Großer Dank gebührt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gemeindearchivs, die mit großem Engagement und viel Zeitaufwand den historischen Hintergrund der Figuren recherchierten und dabei auf die romantische Überlieferung rund um die beiden steinernen Statuen stießen.
- Denkmal "Die Liebenden von Himberg" ist nun frei zugänglich.
- Foto: Marktgemeinde Himberg
- hochgeladen von Mirjam Preineder
In seinen Eröffnungsworten ging Bürgermeister Wendl auch auf den Unterschied zwischen Märchen und Sagen ein. Während Märchen frei erfunden und voller Fantasie sind, haben Sagen meist einen wahren Kern und wurden über Generationen weitererzählt. So wurde auch die Sage rund um die beiden Figuren im Laufe der Zeit immer wieder weitererzählt und verändert. Bereits in der ersten Himberger Chronik aus dem Jahr 1928 findet sich die Überlieferung der beiden Figuren. Die Gemeinde griff diese Geschichte auf und gab ihr mit den „Liebenden von Himberg“ ein romantisches Ende.
Im Anschluss las Michaela Lagler die „Sage im Wortlaut“ vor. Archivar Walter Karlik ergänzte die Veranstaltung mit interessanten historischen Fakten über Himberg und die Römerzeit.
Den Höhepunkt bildete schließlich die feierliche Enthüllung der „Steinernen Liebenden“. Als „Steinerner Mann“ und „Steinerne Frau“ erzählen die beiden Figuren von einer sagenhaften Liebe aus der Römerzeit von Marcus Claudius und Aurelia, von Liebe, Eifersucht, Verrat und einem tragischen Schicksal.
Mit ihrem neuen Standort neben der Himberger Kirche sind die beiden steinernen Zeugen nun für alle sichtbar. Sie verbinden Geschichte und Legende und laden dazu ein, die sagenhafte Vergangenheit Himbergs neu zu entdecken.
Bürgermeister Ernst Wendl: „Mit der Errichtung dieser Statuen wird ein Teil der Geschichte Himbergs lebendig und für die Bevölkerung auch heute wieder sichtbar und gegenwärtig gemacht.“
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