Missstände bei Überstunden

„Einmal fehlen 54 Überstunden, dann 80, dann wieder 20. Die Abrechnungen, die in der Arbeiterkammer überprüft werden, sind oft Kraut und Rüben“, fordert AK-Bezirksstellenleiter Robert Taibl einen korrekten Umgang mit den Lohnabrechnungen bei Beendigung eines Dienstverhältnisses.
BEZIRK GÄNSERNDORF (mg). „Namen brauche ich keine zu nennen, die Dienstgeber, die es betrifft, die wissen genau, wer gemeint ist“, übte sich Taibl anlässlich einer Pressekonferenz in Zurückhaltung. An ein Versehen können die AK-Experten bei der
offensichtlichen Häufung der Fälle nicht mehr glauben.
„Mit der Arbeitszeit ist nicht zu spaßen, denn hier gibt es klare gesetzliche Bestimmungen, die in
diesen Fällen eindeutig verletzt worden sind“, hofft Taibl auf Besserung.
So wie in diesem Fall forderte die AK Gänserndorf im ersten Halbjahr für 79 Arbeitnehmer ausstehende Löhne und Gehälter ein.
„Leider müssen wir feststellen, dass es viele Arbeitgeber auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen“, so der Bezirksstellenleiter. Von Jänner bis Juni mussten 27 Fälle dem zuständigen AK-Rechtsschutzbüro in Korneuburg übertragen werden, das die Klagen beim Arbeitsgericht einbringt.

Entgeltnachzahlungen
„Für die Arbeitnehmer des Bezirks konnten insgesamt 277.389 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden“, verwies AKNÖ-Präsident Hermann Haneder auf den kostenlosen Rechtsschutz für alle Arbeitnehmer. „Ohne AK-Unterstützung wäre dieses Geld verloren gewesen.“
Weiters wurden die Ansprüche für 67 Arbeitnehmer aus elf insolventen Betrieben gesichert.

Zur Sache
Halbjahresbilanz
Jänner bis Juni 2010 im Bezirk Gänserndorf:

Arbeitsrecht
Persönliche Beratungsgespräche: 791
Interventionen beim Arbeitgeber: 79 Fälle
Kostenloser Rechtsschutz: 27 Fälle
Außergerichtlich eingebracht: 58.408 Euro
Gerichtlich eingebracht: 218.981 Euro
Gesamtsumme: 277.389 Euro

Arbeitsrechtsauskunft: 05-7171-1717 oder noe.arbeiterkammer.at

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