Energiewende wird zum Mitmach-Projekt
Ein großer Schritt für den Klimaschutz

EVN Vorstandsdirektor Franz Mittermayer und LHStv. Stephan Pernkopf
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ST. PÖLTEN. "Trotz herausfordernder Zeiten und in mitten einer Pandemie, dürfen wir nicht auf den Klimaschutz vergessen und es freut mich, dass die Niederösterreicher gewillt und sehr engagiert sind dahingehend etwas zu tun!", mit diesen Worten eröffnet LHStv. Stephan Pernkopf die Pressekonferenz anlässlich der Gründung der Energie Zukunft Niederösterreich. "Mit der von der EVN und der Energie- und Umweltagentur gegründeten Energie Zukunft NÖ GmbH wird die Energiewende zum Mitmach-Projekt. Diese neue Servicestelle soll sogenannte Energiegemeinschaften - auch Vereine oder Genossenschaften, die erneuerbare Energie gemeinsam erzeugen und verbrauchen - unterstützen und forcieren. Ein weiteres Plus ist nicht nur die optimale Nutzung der erneuerbaren Energie sondern auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Zentrale der Energie Zukunft NÖ wird in Heiligenkreuz im Wienerwald sein und sieben Mitarbeiter beschäftigen.

Wie funktioniert die Praxis?
"Der Strom, der vor Ort nicht verbraucht wird, wird nicht als ‚Überschuss-Strom‘ ins überregionale Netz eingespeist, sondern mit den Nachbarn geteilt“, berichtet Pernkopf. "Die Partnerfindung ist über die Gemeinde möglich, die Abwicklung erfolgt dann über das Ortsnetz. Einzige Voraussetzung sind die Smart Meter um auch die Abrechnung entsprechend lösen zu können.", erklärt EVN Vorstandsdirektor Franz Mittermayer. Darüber hinaus können erneuerbare Energiegemeinschaften auch mehrere Erzeugungsanlagen aus verschiedenen Energieformen wie Photovoltaik, Kleinwasserkraft und Biogas miteinander kombinieren. So hat man eine unkomplizierte und vor allem nachhaltige Nutzung der erneuerbaren Energie.

Wann kann's losgehen?
"Gerade in diesen Zeiten brauchen wir Investitionen!", betont der Landeshauptfrau-Stellvertreter. "Voraussetzung für die Energiegemeinschaften, die es derzeit noch nicht gibt, ist eine rasche Umsetzung des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes, das hoffentlich in den nächsten Wochen beschlossen wird. Es brächte in Niederösterreich Investitionen in der Höhe von 550 Millionen Euro für baureife Projekte in die Pipeline“, so Pernkopf weiter. Mittermayer betont weiters, die Energiegemeinschaften sollten kein Geschäftsmodell sein, sondern der Optimierung des Einsatzes der Erneuerbaren Energie dienen. Derzeit gebe es im EVN-Netz 40.000 Photovoltaik-Anlagen, er erwarte sich aber eine Verzehnfachung. „Wenn Energiegemeinschaften im kleinen Kreis einen Ausgleich schaffen, kommt es zudem zu keinen Belastungen im Netz. Die Nutzer können alles über ein Online-Portal mitverfolgen. Die Energie Zukunft Niederösterreich GmbH. versteht sich dabei als Problemlöser und Ermöglicher, bündelt Know-how und bietet es den Partnern an."


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