"Bud Spencer" wurde zum "Fürsten"

Eine g'schmackige Jause bekamen Max Koschitz und WOCHE-Redakteurin bei der Buschenschank Rasch in Zeltschach serviert
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In der WOCHE-Serie "Auf eine Sommerjause mit" spricht "Fürst" Max Koschitz über seinen Glaube und die Bürgermeister-Ära.

FRIESACH (tao).
WOCHE: Sie waren mehr als 20 Jahre Bürgermeister der Stadtgemeinde Friesach. Was vermissen Sie aus dieser Zeit am meisten?
MAX KOSCHITZ: Eindeutig die jährlichen Geburtstagsfeiern mit den älteren Mitbürgern. 80 bis 100 pro Jahr kamen da schon zusammen. Das heißt insgesamt an die 1.700 Geburtstage. Oft waren Verwandte und Freunde des Geburtstagskindes anwesend. Beim gemütlichen Beisammensein kam man gut ins Gespräch. Die Bürger erzählten, was ihnen in Friesach gefällt und was verbessert gehörte.

Ihre drei größten Highlights aus Ihrer Bürgermeister-Ära?
Die Neugestaltung des Friesacher Hauptplatzes inklusive Fassadenfärbelungs-Aktion vor der Landesausstellung. Außerdem der Ankauf des Fürstenhofes durch die Gemeinde für die Durchführung der Ausstellung und als Nachnützung für die Unterbringung des Gemeindeamtes. Und als drittes Highlight der Beschluss für das Burgbauprojekt.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Bei Filmen mit Bud Spencer, denn der sieht mir sehr ähnlich.

Was ärgert Sie?

Dass das Burgbauprojekt von einem Teil der Bevölkerung immer noch nicht positiv angenommen wird, obwohl wir damit 30 Arbeitslosen zu einem Job verhelfen konnten. Dieses große Projekt, das so viel Geld kostet, muss einfach weitergehen. Ich hoffe, dass bis zur 800-Jahr-Feier im Jahr 2015 das erste Drittel des Bergfriedes fertiggestellt sein wird und wir damit an die 100.000 Besucher anlocken können.

Was macht Ihr Leben für Sie lebenswert?
In erster Linie meine Familie samt Enkelkindern. Glücklicherweise kann ich seit meiner Pensionierung mehr Zeit mit ihnen allen verbringen. Weiters ist mir mein Freundeskreis sehr wichtig. Dazu zählen Menschen aus dem Verein Mittelalterliches Friesach, Kollegen der ÖBB sowie Parteifreunde.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf den Zwiebelrostbraten und den Ribiselkuchen meiner Frau Annelies, mit der ich seit mittlerweile 41 Jahren verheiratet bin. Ich habe schon oft in Lokalen einen Zwiebelrostbraten gegessen, aber an den von meiner Gattin kam noch keiner ran.

Wie bewältigen Sie schwierige Lebenssituationen?
Bei einem Spaziergang mit meinem Hund Hannibal denke ich zunächst über alles nach. Danach spreche ich mit meiner Frau und dem Rest der Familie darüber. Manchmal involviere ich auch Freunde. Wichtig ist einfach, darüber zu reden.

Sind Sie ein gläubiger Mensch?
Ja. Ich war bereits in meiner Jugend Ministrant und Mitglied der Jungschar. Noch heute besuche ich sonntags regelmäßig den Gottesdienst. Und, nachdem ich bei den heurigen Burghofspielen durch "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" einen Blick in den Himmel werfen konnte, hoffe ich, dass ich auch dorthin komme (lacht).

Wenn sie nochmals geboren werden würden, was würden Sie anders machen?
Nur Eines: Ich würde versuchen bei den Festivitäten meiner Kinder öfter dabei sein zu können. Durch meine Verpflichtungen als Bürgermeister kam das manchmal zu kurz. So habe ich an einer Erstkommunion oder bei Vorspielstunden der Musikschule nicht teilgenommen.

Als Fürst Max sind Sie aus dem Verein Mittelalterliches Friesach nicht wegzudenken. Welche großen Ereignisse stehen in diesem Jahr noch an?
Im August absolvieren wir noch mehrere Begrüßungen sowie eine Maut. Ende September fahren wir zu einem Ritterfest in die Steiermark. Und für das letzte Wochenende im Dezember planen wir den ersten mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Die Vorbereitungen dazu laufen.

Was wäre an einem Leben im Mittelalter für Sie reizvoll?

Der echte Fürst von Friesach und finanziell so gut ausgestattet zu sein, dass alle Bürger gut davon leben können und es keine Armen und Bettler gibt.

STECKBRIEF

Name: Max Koschitz
Alter: 66 Jahre
Wohnhaft in: Friesach
Familienstand: verheiratet mit Annelies, drei Töchter, zwei Enkelkinder
Hobbys: Schwimmen, mit Hund Hannibal spazieren gehen
Lieblingsmusik: Open Air-Konzerte der Stadtkapelle Friesach
Lieblingsbuch: "Die Kathedrale des Meeres" von Ildefonso Falcones, ein historischer Roman
Lebensmotto: "Vereint gibt es wenig, was wir nicht tun können. Geteilt gibt es wenig, was wir tun können" (J. F. Kennedy)

Autor:

Tanja Orasch aus St. Veit

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