Neuer Erster Oberarzt in St. Veit
"Ich bin von Herzen gern Arzt"

- Harald Weiß ist neuer Erster Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan.
- Foto: Barmherzige Brüder
- hochgeladen von Viktoria Koberer
Nach 30 Jahren am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan wurde der beliebte Onkologe und Internist Harald Weiß (58) kürzlich zum Ersten Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin ernannt.
ST. VEIT/GLAN. Harald Weiß lässt keinen Zweifel aufkommen: "Warum ich mich für die Onkologie entschieden habe? Weil das aus meiner Sicht ganz klar das spannendste medizinische Feld ist. In diesen Bereich bin ich hineingewachsen".
Große Zielstrebigkeit
Entsprechend zielstrebig schlug der neu ernannte Erste Oberarzt Harald Weiß seinen beruflichen Weg ein. Der gebürtige Klagenfurter studierte in Graz Medizin und erhielt sein Doktorat 1992 an der Universität Graz. Nach dem Studium absolvierte er zwischen 1993 und 1996 die Ausbildung zum Praktischen Arzt zum Großteil am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit. Es folgte die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin. Diese Ausbildung schloss er 2002 ab. Harald Weiß absolvierte Ausbildungen im Bereich der Notfall- und Palliativmedizin und ist Prüfarzt der Universität Graz. 2004 folgte der Abschluss zum Hämato-Onkologen. Seit 2009 war Harald Weiß als Leitender Oberarzt an der Abteilung für Innere Medizin der Station für Onkologie tätig. Ab sofort übernimmt er die Funktion des Ersten Oberarztes. Es folgteHans Peter Gröchenig, der seit dem Sommer Abteilungsvorstand und Primarius am Ordenskrankenhaus ist.
Onkologie ausbauen
Den onkologischen Schwerpunkt will er auch in seiner neuen Position als Erster Oberarzt weiter ausbauen. Sein Hauptziel ist es, weiterhin die exzellente und empathische Versorgung der onkologischen Patienten sicherzustellen. In seinen 25 Jahren Lebens- und Berufserfahrung mit Krebspatienten habe er stets den Patienten in den Mittelpunkt gestellt. Entscheidend sei für ihn, dass eine qualitativ hochwertige Medizin mit einer sehr guten menschlich-persönlichen Betreuung Hand in Hand geht.
Immer auf dem neuesten Stand
Tatsächlich zogen in Harald Weiß' Spezialgebiet in den zurückliegenden Jahren viele neue Behandlungsmethoden ein, die sich nachhaltig positiv auswirkten. "Die Onkologie von gestern war ein ganz anderes Feld, als sie es heute ist. Sie wandelt sich ständig, umso mehr heißt es "uptodate" zu bleiben, um zu jeder Zeit auf dem neusten Stand der Wissenschaft therapieren und den PatientInnen helfen zu können."
Angepasst an den Patienten
Zu den bahnbrechenden Innovationen der jüngeren Vergangenheit zählt der neue leitende Oberarzt unter anderem die personalisierte Krebsmedizin. Onkologen eröffnen sich mit den neuen Therapien die Möglichkeit, mit einer breiten Palette an Medikamenten zu therapieren – individuell und maßgeschneidert für den jeweiligen Patienten "Wir sehen, dass sich die neuen Krebstherapien positiv auf die Prognose und Lebensqualität unserer PatientInnen auswirken. Bei einigen Krebsarten konnten wir so die Anzahl von Patienten, die ein Langzeitüberleben erreichen, erfreulicherweise deutlich anheben. In anderen Fällen konnte die Lebenszeit und Lebensqualität mit erheblich weniger Nebenwirkungen verlängert beziehungsweise verbessert werden", schildert Weiß.
Modernisierungen geplant
Er war maßgeblich an der Entwicklung des Schwerpunktes Hämatoonkologie am Krankenhaus St. Veit beteiligt. Die zertifizierten Krebszentren – das Brustzentrum Kärnten und das Viszeralonkologische Zentrum (Darm und Pankreas) sind medizinisch herausragende Leuchttürme dieser Entwicklung. "Ich finde die Perspektive unseres Hauses generell spannend und sehe in meinem Bereich für mich persönlich die Möglichkeit, mich mit meiner Expertise einzubringen und neue Strukturen zu schaffen. Im letzten Bauabschnitt des Zu- und Umbauprojektes ist vorgesehen, die Endoskopieräumlichkeiten neu zu gestalten und zu modernisieren, um zukünftig weitere hochspezialisierte Behandlungsverfahren anzubieten".
"Beruf als Berufung"
Seit vielen Jahren ist der Internist Harald Weiß wissenschaftlicher Beitrat beim Förderkreis Onkologie St. Veit/Glan. Über allem steht für ihn aber das Wohl der Patienten. "Ich bin von Herzen gern Arzt und sehe meinen Beruf als Berufung", sagt er von sich selbst. Vom Rechtsträgervertreter Pater Prior Paulus und der Krankenhaus-Leitung rund um den Ärztlichen Direktor Jörg Tschmelitsch wird Harald Weiß sehr geschätzt: "Ich freue mich über die getroffene Personalentscheidung und das Engagement von Harald Weiß. Die größte Abteilung unseres Krankenhauses profitiert von einem eingespielten Führungs-Duo. Mit Gröchenig und Weiß konnten wir fachlich breit qualifizierte und menschlich gewinnende Persönlichkeiten engagieren".
Erfolgreiches Team
Erfolgreich und sicher leitet Harald Weiß gemeinsam mit dem Abteilungsvorstand und Kollegen Hans Peter Gröchenig ein 22-köpfiges Ärzteteam an der Abteilung mit 87 Betten. Stets im Blick hat er das Klima auf der Station, sagt Harald Weiß und deutet damit seine Bemühungen für ein "harmonisches und vertrautes Miteinander" im Team als auch mit den Patienten an. "Nach 30 Jahren an der Abteilung schätze ich den Zusammenhalt und die Begegnung auf Augenhöhe mit allen an der Behandlung beteiligten Menschen wie Ärzteschaft, Pflege, Sozialdienst, TherapeutInnen etc."
Aktive Freizeit
In seiner Freizeit jedoch stimmt der Vater von zwei erwachsenen Kindern die Saiten seiner Gitarre an und tritt gemeinsam mit einem Freund, der gerne singt, bei unterschiedlichen Veranstaltungen auf. Das Duo gab sich den klangvollen Namen "Just the two of us" und spielt hauptsächlich Klassiker der Popmusik von Sting, Michael Jackson, Seal, Nirvana, und weiteren. Auch das Paragleiten gehört zu seinen besonderen Interessen, denen er sich widmet, wenn es die Zeit erlaubt.


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