Fußball
Klaus Mitterdorfer: "Verein haftet nicht bei einer Infektion!"

KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer
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  • Foto: Kärntner Fußballverband
  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer fordert rasch eine Rechtsgrundlage für Fußball-Vereinstraining. Ab 15. Mai darf wieder trainiert werden. Vereine zweifeln an Haftungsfrage bei möglichen Infektionen.

KÄRNTEN (stp). Der Fahrplan, wie es im Amateur-Fußball in Österreich weitergeht, ist weiterhin ungewiss.
In einer Vorstandssitzung hat der Kärntner Fußballverband (KFV) letzte Woche zumindest eine zusätzliche Summe von 260.000 Euro als Unterstützung für die rund 170 Kärntner Vereine beschlossen. Die Trainer- und Nachwuchsmannschaftsförderung für das erste gespielte Halbjahr beläuft sich zudem auf 100.000 Euro.

Jede Unterstützung zählt

Dennoch braucht es mehr, um den Kärntner Unterhaus-Fußball und die Amateurmannschaften zu retten. "Das sieht zwar nach einer großen Summe aus, aufgeteilt auf die 170 Vereine muss man das aber relativieren. Je mehr wir zusätzlich noch bekommen, desto besser", hofft KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer auf die angekündigten Unterstützungen von Land Kärnten und Bund. Genaue Kriterien, nach denen die finanziellen Mittel auf die Vereine aufgeteilt werden, gibt es noch nicht. Es soll jedoch keine Pauschale, sondern individuelle Zahlungen geben.

"Brauchen Rechtsgrundlage"

Ein großes Problem habe Mitterdorfer jedoch mit der nicht vorhandenen Planbarkeit für die Vereine. "Ich erwarte mir, dass es bald eine Rechtsgrundlage für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes – vor allem im Nachwuchs – gibt", so Mitterdorfer.
Ob die Meisterschaft regulär gestartet werden kann, kann auch der Präsident zum aktuellen Zeitpunkt nicht beantworten. "Ich hoffe, dass wir bald eine Perspektive haben, dass wir im August, spätestens im September, wieder eine Meisterschaft erleben können."

Bis spätestens 13. Mai wolle man von Seiten des KFV lebbare, einfache Informationen zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes ab 15. Mai an die Vereine übermitteln. "Die Perspektivlosigkeit bei den Vereinen steht derzeit über allem. Jeder will wissen, wann junge Menschen endlich wieder Fußball spielen können", versteht Mitterdorfer auch den Unmut vieler Vereine. "Es ist verständlich, dass die Situation derzeit von vielen Seiten sehr emotional betrachtet wird." Ein künstliches Aufstacheln bringe aber niemandem etwas, in erster Linie solle man als Einheit auftreten, mit dem gemeinsamen Ziel wieder trainieren und spielen zu können. 

Wer haftet bei Infektion?

Die Frage der Haftung im Falle einer Corona-Infektion im Nachwuchsbereich kann Mitterdorfer zumindest beantworten. Viele Vereine hatten im Laufe der letzten Woche kritisiert, dass sie nicht die Verantwortung übernehmen können, sollte ein Kind sich beim Training anstecken und das Virus nach Hause "tragen".

"Vereine haften für die Einhaltung der Spielregeln, nicht aber ob sich jemand dort infiziert. Im Nachhinein kann ja auch nicht nachgewiesen werden, dass die Infektion zu 100 Prozent beim Training passiert ist", betont Mitterdorfer, der am Montag noch ein Gespräch mit Vertretern des Sportministeriums hatte.

Autor:

Stefan Plieschnig aus St. Veit

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