09.11.2016, 06:00 Uhr

Das Laternenfest zu Ehren Martins

Felix, Alexander (links hinten), Antonia, Peter (Mitte), Anna, Leonie, Felix und Jonas (vorne links) haben fleißig gebastelt

Martinsumzug: Kraiger Kinder haben kreative Laternen gebastelt.

KRAIG. St. Martin, heiliger Mann, zünde unsere Lichter an – rund um den Martinstag am 11. November finden traditionell Martinsumzüge, bei denen Kinder mit selbst gebastelten Laternen durch die abendlichen Straßen ziehen und Martinslieder singen, statt.

Martinslieder in Kraig

So auch in Kraig, wo am Freitag, dem 11. November, der Kindergarten um 17 Uhr zur Martinsfeier in den Propsteihof Kraig lädt. "Wir ziehen durch das Dorf, singen Martinslieder und die Kinder tragen Gedichte vor", erklärt Kindergartenleiterin Daniela Auswarth den Ablauf. Im Mittelpunkt steht das Thema Teilen. "Der Heilige Martin soll Vorbild für die Kinder sein. Jeder kann teilen. Auch die Kinder, das fängt beispielsweise bei der Jause im Kindergarten an", sagt Auswarth.

Kinder basteln fleißig

Für das Martinsfest haben die 73 Kinder des Kindergartens Kraig fleißig Laternen gebastelt. Und welche Kreativität die Kleinen an den Tag gelegt haben: Gleich drei verschiedene Motive tragen sie beim Martinsumzug durch den Ort. So hat die Gruppe "Schlaue Füchse" eine Fuchslaterne gebastelt. "Die Kinder haben geklebt, geschnitten, bemalt, alle waren eingebunden", erzählt Daniela Kogler.

Die Marienkäfer-Laternen

In der "Löwenzahngruppe" treten die Kinder heuer mit Marienkäfer-Laternen vor Eltern, Großeltern und Co. Die "Flinken Eichhörnchen" wiederum haben aus Luftballons Kürbis-Laternen gestaltet. "Die Eltern haben beim Schnitzen der Gesichter geholfen", verrät Kogler.

11. November: Mehr über "Martini"

Der hl. Martin wurde 316 in Savaria, Ungarn, geboren. Der Sohn eines römischen Tribuns trat auf Wunsch seines Vaters in die römische Armee ein. In diesen Jahren soll Martin der Legende nach am Stadttor von Amiens bei Paris seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler geteilt haben. Des Nachts erschien ihm dann Christus im Traum, bekleidet mit dieser Hälfte seines Mantels.

Festtag des hl. Martin

„Martini", Festtag des hl. Martin, war über viele Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Richttermin im Jahreslauf. Der Tag war Winteranfang, Rechts- und Zinstermin sowie Beginn des neuen Wirtschaftsjahres. Der heilige Martin ist nicht nur Patron zahlreicher Kirchen und Regionen, sondern auch Schutzheiliger der Soldaten, Hirten, Gastwirte, Hufschmiede sowie der Armen und Bettler. Außerdem gilt er als Schutzpatron der Pferde.

Brauch des Martinigansl

Weil man ihn erwählte, Bischof von Tours zu werden, versteckte sich der Hl. Martin der Legende nach in einem Stall, wo ihn die schnatternden Gänse verraten hätten.
Das Brauchtum rund um die Martinigans geht wahrscheinlich auf den Martinstag als Abschlusstag des Wirtschaftsjahres zurück. Die Gans musste als Zinsgabe abgeliefert werden. Auch beim zu diesem Anlass gefeierten Erntedank kam die gebratene Gans als Symbol der Fruchtbarkeit auf den Tisch.
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