20.10.2017, 07:00 Uhr

Hochwasserschutz in Friesach wird weiter ausgebaut

Beim Spatenstich für den letzten Abschnitt: Regulierung der Metnitz soll Grafendorf und das Stadtgebiet von Friesach vor einem Hochwasser schützen (Foto: Stadtgemeinde Friesach)

Regulierung der Metnitz schützt Grafendorf und das Stadtgebiet von Friesach bis Engelsdorf vor einem Hochwasser.

FRIESACH. Die Hochwasserschutzmaßnahmen in Friesach gehen nun in die nächste Baustufe. "Der lang gehegte Wunsch geht in Erfüllung, nämlich die Innenstadt von Friesach im Falle eines Hochwassers zu schützen", freut sich Bürgermeister Josef Kronlechner.


Der Ausbau startet

Der Baubeginn des vierten Bauteils bedeutet den letzten Schritt des zweiten Bauabschnitts am Metnitzbach.
„Bisher wurden der Bauabschnitt 1 zwischen Grafendorf und Friesach sowie die ersten drei Teile des zweiten Bauabschnitts erfolgreich abgeschlossen. Es konnten dabei insgesamt 2,3 Kilometer des Metnitzbachs ausgebaut werden“, erklärt Umweltreferent Landesrat Rolf Holub.

Schutz vor Hochwasser

Im Endausbau werden die Ortschaften Grafendorf und das Stadtgebiet von Friesach bis Engelsdorf vor einem bis zu hundertjährlichen Hochwasserereignis geschützt sein. „Mit unseren Maßnahmen schützen wir 131 Wohngebäude, 66 Geschäftsobjekte, 16 Geschäfts- bzw. Industriebetriebe, 90 Nebengebäude und 33 Garagen und Kleinobjekte. In Zukunft werden damit 1.300 Menschen vor einem möglichen Hochwasserereignis geschützt“, zählt Holub auf.
Bürgermeister Kronlechner glaubt, dass über zwei Jahre Bauzeit für den Abschnitt nötig sein werden.
Teil 4 ist nun der letzte noch fehlende Bauteil im Bauabschnitt 2. Der erforderliche Hochwasserabflussquerschnitt wird durch Aufweitung des Bachbettes und durch Eintiefung der Bachsohle erreicht. Die Ufer- und Böschungssicherungen werden mit Bruchsteinschlichtungen möglichst naturnah ausgeführt.


Kosten: 4,2 Mio. Euro

„Wir wollen so gut wie möglich darauf vorbereitet sein und für den Schutz der Bevölkerung sorgen. Gerade im Stadtgebiet von Friesach ist ein Siedlungsbereich von rund 127 Hektar von wiederkehrenden Hochwasserereignissen einer Hochwassergefahr ausgesetzt. Wir handeln mit unseren Baumaßnahmen daher vorausschauend“, so Holub.
"Allein dieser Abschnitt kostet 4,2 Millionen Euro", macht Kronlechner auf die hohen Kosten aufmerksam. 50 Prozent kommen vom BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, 40 Prozent vom Land und zehn Prozent steuert die Stadgemeinde Friesach bei.
"Die Stadtgemeinde hat bereits an die zwei Millionen Euro beigesteurt", sagt Kronlechner. Bisher wurden 8,1 Millionen Euro in den Hochwasserschutz Friesach investiert.
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