12.07.2017, 07:00 Uhr

FC St. Veit nennt Team für Sportplatz in Sörg

Zu hohe Kosten: Gelingt es dem gemeldeten FC St. Veit ein Team zu stellen, wird dieses wohl nicht in der JL-Arena spielen

Für KFV-Cup und 2. Klasse D ist ein St. Veiter Fußballteam gemeldet. Spielstätte soll in Sörg sein. Bis Freitag müssen Rückstände bezahlt werden und der Kader bereitstehen.

ST. VEIT (stp). Gibt es wieder eine Fußballmannschaft in St. Veit? Beim BSZ St. Veit will man weiterhin auf die Nachwuchsarbeit setzen. Eine Ligamannschaft soll es frühestens 2018/19 geben.

Kommt FC Alpe Adria zurück?

Dennoch gibt es auch heuer eine Nennung für einen St. Veiter Club, der beim Kärntner Fußballverband (KFV) auch in der 2. Klasse D sowie dem KFV-Cup gelistet ist. Diese Mannschaft hat allerdings nichts mit dem BSZ zu tun, sondern mit dem ehemaligem FC Alpe Adria unter Obmann Ernst Taumberger. Dieser führe diese Funktion allerdings nur mehr auf dem Papier aus und habe sich zurückgezogen, wie er der WOCHE bestätigt.

Stattdessen soll es Neuwahlen im Vorstand geben. Herbert Strohmaier, ehemaliger Fußballer beim SV St. Veit, zieht im Hintergrund bereits die Fäden. Schon im Vorjahr – damals noch unter Taumberger – wurde ein Team beim Verband genannt, dann jedoch wieder zurückgezogen. Auch heuer kursiert bereits das Gerücht, dass sich dieses Szenario wiederholen könnte.

Ausschluss nicht möglich

Dem KFV seien dabei jedoch die Hände gebunden, wie Geschäftsführer Richard Watzke bestätigt: "Der Verein ist aufgrund finanzieller Rückstände derzeit gesperrt. Aus diesem Grund alleine können wir ihn aber nicht ausschließen. Denn wenn die Rückstände zurückgezahlt werden, dürfen sie den Regeln entsprechend spielen." Dies soll laut Herbert Strohmaier bis Freitag geschehen: "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Rückstände zurückbezahlen können und auch die nötigen Spieler zusammenbekommen. Freitag ist Deadline. Da muss alles fix sein."

Offizielle Spielstätte in Sörg

Auch die Frage nach der Spielstätte scheint vorerst geklärt zu sein. Denn nachdem der Verein im Vorjahr von Bürgermeister Gerhard Mock ein Stadionverbot für die Jacques Lemans Arena ausgesprochen bekam, hat man in der nahen Umgebung eine Spielstätte gefunden. "Der Verein wurde von uns aufgefordert, bei der Anmeldung eine Spielstätte anzugeben. Diese befindet sich am Sportplatz in Sörg. Auch die Spieler sind vorhanden. Daher mussten wir den Verein auch in die Einteilung hineinnehmen", so Watzke.

Dennoch würde der FC St. Veit, wie der Verein wieder heißen soll, die JL Arena dem Sportplatz in Sörg vorziehen, wie Strohmaier anmerkt: "Die Kosten, die von der Stadt auferlegt wurden, sind zu hoch. Ich habe aber immer noch Hoffnung, dass sich daran noch etwas ändert. Es wird noch Gespräche geben." Auch in puncto Nachwuchs hat er eine klare Meinung: "Es sind in der Vergangenheit Fehler gemacht worden. Auf lange Sicht muss es aber wieder eine Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs geben. Dass St. Veit keine Kampfmannschaft hat, ist ein Armutszeugnis."

"Es ist eine Einzelsituation"

Sollte es auch heuer dazu kommen, dass der Verein die Anmeldung wieder zurückzieht, könne man sich beim Verband sogar vorstellen, die derzeitigen Bestimmungen zu ändern. "Es ist eine Einzelsituation, die wir in den vergangenen Jahren noch nicht hatten", so Watzke.

Am 22. Juli soll bereits das erste Pflichtspiel der neuen St. Veiter Mannschaft im KFV Cup – ausgerechnet gegen den SC Sörg – stattfinden.
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