Der hat mächtig Druck!
Der Volkswagen Golf II GTI G60

Wer denkt bei so einem Anblick schon an Fahrleistungen eines BMW M5? VW Golf II GTI G60
  • Wer denkt bei so einem Anblick schon an Fahrleistungen eines BMW M5? VW Golf II GTI G60
  • Foto: www.autobild.de
  • hochgeladen von Günter Steininger

Der VW Golf II GTI war die Fortsetzung eines Kompaktwagens mit Feuer unterm Hintern, er ging ab wie nix...möchte man meinen. Tatsächlich war die zweite Generation Golf mit den magischen drei Buchstaben nicht mehr so berauschend. Vor allem Opel heizte mit dem Corsa GSi mächtig ein. In Rüsselsheim entwickelte man einen 16V (16 Ventile) 2.0 Liter-Motor, welcher dafür sorgte, dass man dem Golf II GTI davonfuhr. Der zweier-GTI hatte anfangs einen 8V-Motor und sogar die Aufrüstung auf ebenfalls 16V war nicht genug, um die angesprochene Konkurrenz zu besiegen.
Doch Volkswagen wäre nicht Volkswagen gewesen, wenn man nicht damals auf spezielle Mittel zurückgegriffen hätte. Frei nach dem Motto "außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen" entschloss man sich in Wolfsburg einen seit zwei Jahren fertig entwickelten Spirallader in den Golf II GTI einzubauen. Dieser Spirallader wurde auch im Rallye-Golf verbaut. Für all jene, die sich nun fragen, was ein Spirallader ist, eine kurze Erklärung. Der Spirallader ist ein über Riemen angetriebener Kompressor. Er sorgt schon im niedrigen Drehzahlbereich für volle Leistungsentfaltung. Der Weg, den die Luft dabei einnimmt, ist spiralförmig, daher auch der Name. VW interpretierte diesen spiralförmigen Weg als g-förmigen Weg. Folglich nannte man den Lader "G-Lader". Der Golf II GTI mit eben genau diesem technischen Meilenstein wurde in Golf GTI G60 umbenannt. Die 60 steht für die Spiralentiefe in Millimeter.
Genug Technik, was brachte dieser neuartige G-Lader eigentlich? Im Golf II GTI G60 sorgte er für eine Leistung von 160 PS und einen dementsprechenden Beschleunigungswert. Endlich konnte man dem Opel Corsa GSi wieder davonfahren. Doch nicht nur dass! Der - wie er von den Fans genannt wird - "G60" wartete mit Fahrleistungen eines BMW M5 auf! Da staunte man nicht schlecht. Man behauptet, dass manchen Ingenieuren anderer Autobauer schwindelig wurde, als sie das mitbekamen. VW hatte wieder eine kompakte Waffe parat.
Optisch war der G60 in jeder Hinsicht ein typischer Golf. Unauffällig, dezent und nicht aufbrauserisch. Nur ein tornadorotes G 60 Emblem an Front und Heck, sowie silberne 15 Zoll BBS-Felgen signalisierten, dass hier ein Golf auf Stereoiden daherkommt.
Preislich war der G60 eher weniger Golf-typisch. 35650 DM kostete der Supergolf, was umgerechnet ungefähr 18300€ sind. Dennoch wurde er von vielen Menschen gekauft, was dafür sorgte, dass der Markt prinzipiell noch einige gute Exemplare zu bieten hat. Warum prinzipiell? Nun, es haben sich schon viele Menschen an diesem KFZ ausgetobt. Von Tuning bis zum Motorschaden, da der G-Lader sensibel ist, bis hin zu rostfördernden "Maßnahmen" gibt es viel zu finden. Bei einer spontanen Suche habe ich jedoch auch gute Modelle gefunden. Es sind zwar bei manchen davon Teile auszutauschen, aber im Großen und Ganzen bietet der Markt bei präziser Suche auch heute noch Modelle im guten Zustand.
Meiner Meinung nach hat Volkswagen mit dem Golf II GTI G60 wieder einmal bewiesen, wozu man fähig ist. Nicht nur die Tatsache, dass man zeigte, dass der Golf GTI keine Konkurrenz an sich lässt, sondern auch die revolutionäre Technik machen den Golf GTI G60 zu einem weiteren historischen Volkswagen.

Autor:

Günter Steininger aus Stubai-Wipptal

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