09.10.2017, 10:50 Uhr

Die Bauarbeiten am Brenner Basistunnels schreiten mächtig voran …

Bereits zum dritten Mal verschaffte sich die ÖVP/AAB-Ortsgruppe gemeinsam mit der Frauenbewegung Oberhofen Kenntnis vom Stand der Bauarbeiten am Brenner Basistunnel (BBT). Unter fachkundiger Leitung von Johann Auer und Karl-Heinz List wurde den 17 TeilnehmerInnen zunächst im Containerbüro der BBT SE im Baustellenbereich „Ahrental“ das Bauprojekt an der längsten unterirdischen Bahnverbindung der Welt präsentiert. Dabei wurde den BesucherInnen umfassend Auskunft zu den Themenbereichen Geologie, Umwelt, Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene, Kostentragung uva. gegeben. So soll die Fahrzeit für Personenzüge zwischen Innsbruck und Franzensfeste von derzeit ca. 80 Minuten auf 25 Minuten bei einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h reduziert werden können.
Die Tunnelröhren, die in einem Abstand von 70 m verlaufen, werden eingleisig bestückt, sodass die Züge – nach Fertigstellung der Bauarbeiten im Jahr 2025 – ab 2026 im Einbahnverkehr durch die beiden Tunnels fahren werden. Der Erkundungsstollen soll während der Bauphase Aufschluss über die Beschaffenheit des Gebirges geben, um dadurch sowohl Baukosten als auch Bauzeiten zu minimieren. Sobald der BBT in Betrieb ist, wird dieser Stollen der Entwässerung dienen. Die gesamte Tunnellänge dieses einmaligen Infrastrukturprojektes wird 64 km betragen.
Im Zuge eines Lokalaugenscheines über den Zufahrtstunnel Ahrental wurden anschließend die Vortriebsarbeiten samt eines von Anita Waldhart ausgelösten Sprengvorganges am Tunnelprojekt hautnah miterlebt. Danach erhielten die TeilnehmerInnen Einblick in die im Baulos „Tulfes – Pfons“ vorgesehenen Baumaßnahmen „Nothaltestelle Innsbruck mit Mittelstollen und Lüftungsbauwerken“.
Die äußerst informative und beeindruckende Exkursion fand bei einer Einkehr im Autobahnrestaurant Schönberg ihren gemütlichen Ausklang.

Peter Stockhauser
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Sabine Knienieder aus Innsbruck | 18.10.2017 | 12:01   Melden
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