Kategorie Action & Abenteuer
Adrenalinkick: Canyoning im Almbach

Auch ich durfte Sprünge wagen – und habe versucht, mir bei über sieben Metern meine Nervosität nicht anmerken zu lassen.
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  • Auch ich durfte Sprünge wagen – und habe versucht, mir bei über sieben Metern meine Nervosität nicht anmerken zu lassen.
  • Foto: Roland Ivenz
  • hochgeladen von Karina Langwieder

GOLLING, HALLEIN. Beim Base Camp von Torrent Outdoor Experience, nahe des Gollinger Wasserfalls, empfangen mich die Firmeninhaber Roland Ivenz und Martin Wieser. Nachdem Helme  sowie Klettergurte und die gesamte Neoprenausrüstung – bestehend aus Anzug, Socken, Jacken und Hauben – eingepackt sind, geht es los zum Almbach nach Hallein. Dort warten bereits die Tourenteilnehmer einer Schulklasse aus Dänemark auf die Guides.

Hier wird jeder ins kalte Wasser "geschmissen"

Nachdem alle eingekleidet sind, kann es losgehen: Die Guides Roland, Martin und Sebastian führen die Schulklasse und mich über einen kurzen Wanderpfad zum Almbach. Vorher noch schnell behauptet, ich sei nicht kälteempfindlich, bin ich nach dem ersten Sprung ins kühle Nass über den dicken Neoprenanzug inklusive Haube richtig froh. Das Wasser habe rund acht bis zehn Grad, weiß einer der Guides.

Auch Schuhe mit Profil sind für Tourenteilnehmer von Vorteil, da die Felsen, über die geklettert wird, ziemlich rutschig sein können. Wer sich die Sprünge, die im Laufe der Tour an Höhe zunehmen, nicht zutraut, sollte nicht verzweifeln: Es gibt immer die Möglichkeit, mit einem Seil langsam herunterzuklettern. Ich bin aber froh, dass ich doch jeden Sprung gewagt habe.

Nach zahlreichen Schwimm-, Kletter-, Rutsch- und Sprungpassagen, endet die Tour schließlich. Als ich erfahre, dass die Route nur etwa einen Kilometer lang war, wundert mich das etwas – es hat sich viel länger angefühlt. Den Teilnehmern hat der rund zweistündige Ausflug auch gefallen, das verraten ihre glücklichen und etwas erschöpften Gesichter.

"Für diese Saison war das die letzte Tour, denn jetzt wird es im Wasser schon sehr kalt", so Ivez. "Aber im April starten wir wieder in die neue Saison." Wer eine anspruchsvollere Tour mitmachen möchte, sollte sich für die etwa acht Kilometer lange Strecke in der Strubklamm anmelden.

Das Hobby zum Beruf gemacht

"Bevor ich vor 16 Jahren Canyoningguide wurde, war ich Jugendbetreuer im Bereich Streetwork. Gelernt habe ich Maschinenbauer. Irgendwann ist es aber ,aus einem privaten Interesse heraus, der Beruf Canyoning- und Raftingguide geworden", erzählt Roland Ivez.

Martin Wieser ist seit rund zehn Jahren als Schluchtenführer tätig: "Ich habe vorher schon alle möglichen Berufe ausgeübt: zum Beispiel Bautechniker oder Möbeltischler." Außerdem habe er Volksschullehramt studiert, erinner sich Wieser.

Was kommt nach der Saison

Die Hauptsaison für Canyoningtouren geht etwa von Juni bis August, es finden aber auch schon ab Ende April Ausflüge statt. "Heuer war wetterbedingt eine gute Saison", bemerken die Geschäftsführer zufrieden. "Im Winter machen wir keinen Winterschlaf", lacht Ivenz. "Es gibt nach dem Sommer einiges zu tun: Dann kümmern wir uns um das Marketing, die Buchhaltung, Administration und Materialreparaturen." Der dritte im Bunde, Guide Sebastian, arbeitet im Winter immer als Koch.

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Autor:

Karina Langwieder aus Tennengau

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