Ein Rebell aus Bad Vigaun

Der Bad Vigauner Franz Kimpflinger kämpft mit seiner Bürgerinitiative „T ennengau“ u. a. gegen die 380 kV-und die Erdgasleitung (Teile der Projekttrasse im Bild).
  • Der Bad Vigauner Franz Kimpflinger kämpft mit seiner Bürgerinitiative „T ennengau“ u. a. gegen die 380 kV-und die Erdgasleitung (Teile der Projekttrasse im Bild).
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Der Bad Vigauner Franz Kimpflinger hat im September die Bürgerinitiative „Tennengau“ gegründet. Mit einer Unterschriftenliste macht er für den Baubeginn des Bahnübergangs Langwies, den Lärmschutz auf der A 10 und gegen die Projekte 380 kV- und Tauerngasleitung mobil.

TENNENGAU (tres). Konkret fordert Franz Kimpflinger genaue Lärmmessungen zum Schutz aller Anrainer und die teilweise Einhausung der A 10, den Baubeginn der Bahn-Überführung in Bad Vigaun, die Errichtung einer ansehnlichen Eisenbahn- und Bushaltestelle bei Bad Vigaun, eine Teilverkabelung der 380 kV-Leitung im ganzen Tennengau - besonders bei einem Abstand von weniger als 500 Metern zu Wohngebäuden und das Aus für die Tauerngasleitung.

Persönlicher Einsatz
„Über 4.000 Kilometer bin ich schon mit meinem eigenen PKW, nur wegen dieser Anliegen, durch den Tennengau gefahren - und in Wien, in der Hofburg, war ich deshalb schon sechsmal“, sagt Kimpflinger. In Wien habe man ihn aber immer wieder nach Hause geschickt, weil das „der eigene Kaffee der Tennengauer“ sei, so der Bad Vigauner.

Deshalb habe er die parlamentarische Bürgerinitiative „Tennengau“ gegründet, damit man ihm auch in Wien Gehör schenken müsse: „Dann muss sich nämlich die Nationalratspräsidentin Barbara Prammer damit auseinander setzen - ob sie will, oder nicht!“ Parteipolitisch sei er selbst überhaupt nicht: „Ich bin weiß! Ich bin kein Mitglied irgendeiner Partei.“ Deshalb sucht er möglichst viele Unterstützer aus allen Parteien, aber auch Privatpersonen. Seine Motivation: „Die Leute sollten sich einmal ansehen, wie laut so eine 380 kV-Leitung ist und wie sehr sie strahlt! Ich war in Frankreich unter einer solchen Leitung, da hat sich sogar mein Handy von selbst aufgeladen. So stark ist die Strahlung!“

Er hat sich mehr Hilfe erwartet
Ein wenig enttäusche ihn, dass ihn die Tennengauer Bürgermeister seines Erachtens zu wenig unterstützen: „Nur der Halleiner Ortschef und LAbg. Christian Stöckl hilft mir sehr: Das ist wirklich der klasseste Bürgermeister, den ich kenn“, meint Kimpflinger: „Er erlaubte mir als einziger, meine Unterschriftenliste direkt im Eingangsbereich im Gemeindeamt aufzulegen und er hat sich sogar die Zeit genommen, persönlich und ausführlich mit mir zu reden.“

Über 500 Unterschriften benötigt der Initiativengründer, „damit sich das Parlament in Wien mit dem Thema beschäftigen muss, aber die hab‘ ich schon locker beieinander“, sagt er: „Doch: je mehr, desto besser!“

Hier liegen Listen auf
50 Plätze gibt es im Tennengau, wo die Unterschriftenlisten aufliegen, einige davon sind: das Rathaus Hallein, ÖAMTC und das Rote Kreuz in Hallein. Unterschriftenlisten können aber auch direkt bei Franz Kimpflinger angefordert werden, unter Tel. 0664/3586486.

Autor:

Theresa Kaserer aus Salzburg-Stadt

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