11.04.2012, 22:26 Uhr

Alternative Jazz - Notenpräsentation in der Steinway Galerie

Präsentierte selbst komponierte Noten: Wolfgang Seligo mit Melanie Hie und Markus Urbas.

Rifer Pianisten-Duo Melanie Hie und Markus Urbas musizierten mit Wiener Jazz-Künstler Wolfgang Seligo

Ausnahmejazz der Extra-Klasse bekamen die Zuhörer vergangene Woche in der Steinway Galerie in Salzburg zu hören. Wolfgang Seligo, Jazz-Pianist, Komponist und Dozent kam extra aus Wien, um die Transkription seiner Kompositionen vorzustellen. Besonderheit dabei ist, dass neben der Notation sowohl für Jazz- als auch Klassikpianisten, Stücke für Soloklavier, für zwei, drei und sogar vier Klaviere enthalten sind. Der Schwierigkeitsgrad ist von leicht bis schwer angelegt, so dass jeder, dem die alternative Jazz-Musik gefällt und der über Klavierkenntnisse verfügt, auch die Möglichkeit hat, diese selber zu spielen.

Schon Wochen vorher hatten die Pianisten und Klavierlehrer Melanie Hie und Markus Urbas mit ausgewählten Klavierschülern vom Musikum in Salzburg und Hallein, die anspruchsvollen Stücke geprobt. Eindrucksvoll präsentierten sie alle gemeinsam mit Wolfgang Seligo, wie die Kompositionen, live gespielt, klingen.

Wenn Seligo nicht in Salzburg zu Gast ist, tritt er übrigens gerne auf internationalen Festivals und in Clubs auf. Neben dem Roten Platz in Moskau gehören auch afrikanische Kulturhäuser oder sogar die Verbotene Stadt in Peking zu seinen Bühnen. Er selber bezeichnet seine Musik als „Alternative Jazz“, da es sich bei ihr um eine Mischung aus Jazz, moderner Klassik, Ehtno und Punk handelt.

Wer die außergewöhnliche Musik selber hören oder sogar spielen möchte, der findet auf www.wolfgangseligo.com Noten und Musik zum Hören und zum Spielen.


Nachgeschenkt:

Klatschen für die Kunst

Bei der Jazz-Notenpräsentation war in der bis auf den letzten Platz besetzten Steinway Galerie die Stimmung bombastisch. Das schlug sich auch im Applaus nieder, doch klatschten die Leute nicht nur, da wurde auch zwischendurch gejohlt, gepfiffen, „Hurra“ und „Bravo“ gerufen. Bei einer klassischen Darbietung wäre das undenkbar. Da wird nach ganz bestimmten Regeln geklatscht und wer zwischen zwei Sätzen zum frenetischen Applaus anhebt, weil es ihm doch so gefallen hat, der zeichnet sich durch grobe Stillosigkeit aus. Ganze Abhandlungen, ja sogar Bücher gibt es zu diesem Thema. Im Jazz dagegen ist Klatschen erlaubt, und zwar wann und wo im Stück es gefällt. Das hebt nicht nur die Stimmung, sondern zollt dem jeweiligen Künstler auch Respekt! Verdient!
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