Nachruf
Eidenberg trauert um seinen langjährigen Amtsleiter a. D. Manfred Reiter

Manfred Reiter

NACHRUF VON BÜRGERMEISTER ADI HINTERHÖLZL:

EIDENBERG. Nur eineinhalb Jahre in der Pension, unterbrochen von vielen Krankenhausaufenthalten, waren Manfred Reiter (63) noch vergönnt. Die Gemeinde Eidenberg war sein Leben! 47 Jahre, davon unglaubliche 33 Jahre als Amtsleiter, war er unermüdlich für seine Heimatgemeinde tätig. Obwohl ihm seine schwere Krankheit in den vergangenen Jahren schon viel abverlangte, arbeitete er bis zu seinem letzten Arbeitstag im Februar 2019. Die gesamte Infrastruktur wie Amtsgebäude, Bauhof, Schule, Kindergarten, Straßen, Kanal und alle drei Feuerwehrhäuser in der Gemeinde wurde in seiner Zeit als Amtsleiter neu errichtet. Mit seiner freundlichen und hilfsbereiten Art war er ein verständnisvoller Chef für die Bediensteten. Für drei Bürgermeister war er die wichtigste Ansprechperson. Wie oft sagte er: Wenn wir das geschafft haben, dann müssen wir einmal feiern! Es kam die nächste und die nächste Herausforderung auf die Gemeinde zu und zum Feiern blieb kaum einmal Zeit. Manfred Reiter hat in jedem Menschen immer wieder das Gute gesehen, sogar wenn er enttäuscht wurde.

Sportlich und gerne in der Natur

Geboren wurde er 1957 als drittes Kind beim Reiter im Wald in Eidenberg. Er wuchs am elterlichen Bauernhof auf. Bereits nach der Pflichtschule begann er 1972 als Praktikant am Gemeindeamt Eidenberg zu arbeiten. Er absolvierte sämtliche Dienstprüfungen und wurde 1986 zum Amtsleiter von Eidenberg bestellt. In jüngeren Jahren war er bei der Bewerbsgruppe der FF Eidenberg und im Vorstand der Union Eidenberg aktiv. 1987 heiratete er seine Christine Wollendorfer aus Untergeng. Seine drei talentierten Söhne waren der ganze Stolz von Manfred. Besonders freute er sich jeden Sonntag, wenn seine drei Burschen in der Fußballmannschaft von Eidenberg/Geng spielten – sogar noch 14 Tage vor seinem Tod, als er von der Kantine aus zuschaute. Manfred Reiter war gerne sportlich in der Natur unterwegs – als Läufer, aber noch viel lieber mit dem Mountainbike durch das Mühlviertel. Mehrmals hat er mit dem Rad die Alpen überquert. Damit fand er Ausgleich zum immer aufwendiger werdenden Job als Amtsleiter.

Schwere OP im Jänner

Auch die Geselligkeit kam nachher nicht zu kurz. Für die Pension hätte er noch so viel vorgehabt. Ehrenamtlich wollte er sich im Sozialbereich engagieren. Längere Radtouren hätte er geplant und vor allem Zeit für seine Familie, wie es sich jeder wünscht. Leider war ihm das alles nicht mehr vergönnt. Eine schwere Erkrankung breitete sich schon seit Jahren in seinem Körper immer weiter aus. Manfred Reiter war ein Kämpfer und hat mit immer besseren Medikamenten die Hoffnung nie aufgegeben. Nach einer schweren Operation im Jänner dieses Jahres war er im Frühling ein paar Wochen schon auf der Palliativstation. Er wollte unbedingt wieder nach Hause, lernte wieder gehen und sprechen. Als ich ihn vor drei Wochen besuchte, war er so interessiert am Gemeindegeschehen, als ob er nie in Pension gegangen wäre. Einen letzten Sommer zu Hause hat er sich mit seinem starken Willen noch erkämpft. Leider musste er letzte Woche wieder ins Krankenhaus und kam dann auf die Palliativstation. Wenn die Kraft zu Ende geht, ist Erlösung Gnade!

Der Trauergottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, den 9. Oktober um 14.00 Uhr am Friedhof in Eidenberg statt.

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