Fotos von Tropfen durch Highspeed

Je nach Auslösezeit der Kamera entstehen bestimmte Formen der Tropfen.
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  • Je nach Auslösezeit der Kamera entstehen bestimmte Formen der Tropfen.
  • Foto: Daniel Nimmervoll
  • hochgeladen von Ruth Dunzendorfer

VORDERWEISSENBACH (dur). Schon als Jugendlicher fotografierte Daniel Nimmervoll gern. Als Erwachsener betreibt er das Hobby als Ausgleich zur Arbeit. Es ist sogar "ein gutes Zubrot, ich kann mir das relativ teure Hobby damit finanzieren", meint Nimmervoll, "ich würde mich als ambitionierten Hobbyfotografen bezeichnen, der immer neue Herausforderungen sucht". Hauptberuflich möchte der Chemieverfahrenstechniker nicht Fotograf sein, Kreativität und Leidenschaft würden dem Druck des Geldverdienens weichen, glaubt er.

Wassertropfen einfangen
Der Hobbyfotograf hat die Highspeedfotografie für sich entdeckt. "Mich faszinierten schon immer Dinge, die allgegenwärtig sind, aber mit dem menschlichen Auge kaum wahrgenommen werden können. Mit kleinen Insekten hat es begonnen. Dann bin ich zufällig auf Wassertropfenfotos gestoßen und war begeistert. Der Tropfenvirus hatte mich, bin ihn bis heute nicht losgeworden", schildert Nimmervoll.
"Ich kann die Formen durch das Einstellen der Zeiten in Millisekunden beeinflussen, aber letztendlich muss man das nehmen, was das Wasser zu bieten hat. Das Faszinierendste an der Wassertropfenfotografie ist, dass jedes Foto ein Unikat ist. Natürlich gibt es bestimmte Formen, die ähnlich immer wieder kommen. Aber zwischendurch ist wieder eine Form dabei, die ich selbst nach über 100.000 Bildern noch nie gesehen habe", ist Nimmervoll begeistert.

Keine teuren Spezialgeräte
Eine Kamera mit manuellem Modus reicht laut Nimmervoll. Wichtig ist nämlich nicht die Belichtungs-, sondern die Abbrennzeit oder Leuchtdauer der Blitze. Dafür eignet sich ein normaler Aufsteckblitz am besten.
Um das Auslösen der Kamera auf die Mikrosekunde genau zu steuern, verwendet er doch ein Spezialgerät, den GlimpseCatcher. "Es funktioniert auch ohne, man braucht halt viele Versuche für den richtigen Zeitpunkt", so Nimmervoll. Dies kommt natürlich auf die Motive an. Bei Ballistikfotos, wenn man Luftballons mittels Luftdruckgewehr zerschießt, läuft alles so extrem schnell ab, dass es ohne Steuergeräte keinen Sinn macht. Letztlich braucht es einfach Übung. "Es ist wie bei allem, je öfter man etwas macht, desto besser wird man darin", weiß der talentierte Vorderweißenbacher.

Nebenverdienst
Im Internet sind die Fotos sehr bekannt. Letztes Jahr gewann er Gold beim "Trierenberg Super Circuit". Gefragt sind auch seine Workshops. "Heuer waren schon Leute aus Belgien, den Niederlanden, Schweiz, Italien und Deutschland bei mir. Bis ins Frühjahr 2016 bin ich komplett ausgebucht", so Nimmervoll. Sein Wissen hat er im Buch "Highspeedfotografie – Kunstvolle Tropfenfotos in Perfektion" gesammelt. Nähere Infos unter www.nimmervoll.org.

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