Nachtleben in Urfahr-Umgebung: Fortgeh-Szene hat sich verändert

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BEZIRK (fog). "In Ottensheim nur auf die Jungen zu setzen, bringt nichts", meint Christian Lang, Lokalbetreiber des PortO. Am Freitag ist Hochbetrieb, das Publikum zwischen 25 und 70 Jahren, eine gute alte David-Bowie-Nummer wird gespielt. Früher, so Lang, seien mehr konsumierende Lehrlinge unterwegs gewesen. Das Verhältnis 80 Prozent Lehrlinge und 20 Prozent Schüler habe sich umgedreht. "Die Schüler treffen sich entweder gleich in Linz oder fahren ins Empire St. Martin", sagt der PortO-Chef. Bis Mitternacht füllt sich das PortO gut.
Discothek gibt es in Ottensheim keine. Auch im DaCapo Walding wird seit etwa zwei Jahren nicht mehr aufgelegt. Die Kegelbahnen sind das Zugpferd. Beim Lokalaugenschein traf gerade eine Gruppe Black-Wings-Fans ein, die einen Sieg mit Bier und Snacks feierte. "Das Fortgehverhalten hat sich verändert. Die Leute treffen sich auch im privaten Bereich", meint Lokalchefin Claudia Königstorfer, die zuversichtlich bleibt.

Als die BezirksRundschau am Freitag nach 23 Uhr in Feldkirchen eintraf, war es in der Roxy Bar und im Almkönig finster. Der Almkönig hat nur zirka zweimal im Monat geöffnet, ist aber dann gesteckt voll. Am Leonfeldner Stadtplatz angekommen, zog es die Rundschau ins Latino. Im Schnitt 20- bis 30-Jährige sitzen im gut gefüllten Lokal. Das Hauptgeschäft ist hier zwischen 20 und 1 Uhr, aber bis 4 Uhr ist geöffnet. Christian Pammer hat das frühere Gasthaus gelungen umgebaut. "Für die Tourismusschüler haben wir am Donnerstag eigene Schulpartys", so Pammer. Zum Tanzen zieht es die jungen Sterngartler zum Teil nach Linz ins A1, ins Cabrio Hellmonsödt oder ins Cheese Hirschbach. Die Disco C7 sperrte vor zirka eineinhalb Jahren zu.
In Leonfelden gibt es noch das Tanzlokal Almkönig. Schlager-, Standard- oder Boogietanzmusik – "85 Prozent bei uns sind Stammgäste, zum Teil auch bis nach Rohrbach, Freistadt und Linz", sagt der Lokalteilhaber Michael Wurm. Seit sie in Hellmonsödt die Froschkönig-Bar kürzlich geschlossen hat, konzentriert sich Marianne Kitzmüller auf ihren Stadl Heurigen in Zwettl – das ehemalige Beck’s. Die Rundschau war bei der Neueröffnung dabei. Es wurde gegessen, gefeiert und getanzt.

Weiter ging’s ins Cabrio Hellmonsödt. Mastermind Gerhard Zauner beobachtet: "Der Disco-Boom der 2000er-Jahre hat sich durch Festivals etwas verändert. Die Partygäste feiern nicht mehr so häufig, dafür jetzt ausgelassener und geben dafür mehr Geld aus." Es werde häufiger zu Premium-Getränken gegriffen. "Wir haben Bestellungen von Spezial-Vodka und Champagnerflaschen, die oft weit über die 500-Euro-Grenze hinausgehen. Beliebt seien VIP-Loungen und spezial DJ-Acts, wie etwa Miss K8 am 25. November. Am Freitag setzt Zauner jetzt auf deutsche Musik.
In Gallneukirchen treffen sich die 16- bis 40-Jährigen alle im Café-Pub Pfiff. Vor ein paar Jahren gab es noch das Hoppala und bis vor ein- bis zwei Monaten auch die Sitzbar. Ein paar Fortgeher fahren am Wochenende mit dem Zehn-vor-zehn-Bus nach Linz oder gehen in die Gallneukirchner Disco Zero. Aber auch ins Evers nach Unterweitersdorf "pendeln" die Gusenstädter. "In Gallneukirchen könnte mehr los sein", sagt der 22-jährige Pfiff-Gast Thomas Doppelhammer.

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