22.03.2017, 11:59 Uhr

„Bester Fremdsprachiger Film“ - "The Salesman" kommt ab 15. Juni 2017 auf DVD

(Foto: © PROKINO Home Entertainment)
Fluchtartig müssen Emad und Rana ihr einsturzgefährdetes Haus in Teheran verlassen. Da scheint es wie ein Glücksfall, als ein Bekannter dem jungen Paar seine kürzlich freigewordene Wohnung zur Verfügung stellt. Doch nachdem Rana im Badezimmer von einem Unbekannten überfallen wird, finden sie heraus, dass die Vormieterin die Wohnung mit einem zweifelhaften Ruf hinterlassen hat. Aus Scham weigert sich Rana über den Vorfall zu reden und die Polizei einzuschalten. Gegen ihren Willen macht sich Emad allein auf die Suche nach dem Täter. Wachsende Entfremdung und gegenseitige Schuldzuweisungen stellen ihre Beziehung auf eine harte Probe bis Emad endlich dem Schuldigen gegenübersteht…

OSCAR®-Preisträger Asghar Farhadi („Nader und Simin – Eine Trennung“) gelingt mit THE SALESMAN ein intimer Einblick in den Alltag des heutigen Iran, in dem sich die Menschen zwischen traditionellen Strukturen und den Anforderungen des modernen Lebens orientieren müssen. Mit einem exzellenten Drehbuch und großartigen Schauspielern schuf er einen intelligenter Beziehungsthriller aus Teheran, der die Tätersuche bis zum Schluß spannend macht, und den Zuschauer in Atem hält.

Farhadi gilt als einer der wichtigsten Regisseure des Weltkinos. Sein Film „Nader und Simin – Eine Trennung“ wurde 2012 als „Bester Fremdsprachiger Film“ mit dem OSCAR® ausgezeichnet. Für „Le Passé – Die Vergangenheit“ erhielt er zahlreiche internationale Preise. THE SALESMAN wurde ebenfalls mit dem OSCAR® als „Bester fremdsprachiger Film“ und mit zwei Goldenen Palmen auf dem Filmfestival in Cannes (Bestes Drehbuch & Bester Darsteller) ausgezeichnet. Der diesjährigen OSCAR®-Verleihung blieb Farhadi jedoch fern, aus Solidarität gegenüber den Mitmenschen, die von Trumps Einreiseverbot betroffen waren. In seinem Statement betonte er die Bedeutung von Filmemachern für eine offene, empathische Gesellschaft, und der Überwindung von Vorurteilen und Stereotypen aufgrund von Nationalität und Religion.

Beitrag erstellt von:
Lindorfer Bernhard / Film-Total
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