07.06.2017, 09:48 Uhr

Kundgebung der Hochwasserschutz-Initiative

LINZ (reis). "Schluss mit den pauschalen Umwidmungen ganzer Landstriche – wie jüngst in den Gemeinden Alkoven, Feldkirchen, Goldwörth geschehen – in Schutzgebiet Überflutungszone (gelbe Zone)", verlangte die Initiative Hochwasserschutz Eferdinger Becken bei einer Kundgebung in Linz. Sie sei unfair und bedeute für die Nicht-Absiedler eine kalte Enteignung von Haus und Grund.
2013 waren es noch 180 Hausbesitzer, die ein „freiwilliges Absiedlungsangebot“ erhalten haben, jetzt sind es um 140 mehr. Das sei etwa die Hälfte der 2013 vom Hochwasser betroffenen Häuser in acht Gemeinden des Eferdinger Beckens. Weiters möchte die Initiative einen Finanzierungsplan für den Hochwasserschutz sehen, vor allem wie die Gemeinden ihre millionenschwere Anteile finanzieren sollen sowie einen Überblick über die bisherigen Kosten. Die Initiative verweist auf Erfolge. So habe sie durch Intervention beim Bundespräsidenten und im Bundesministerium für Landesverteidigung erreicht, dass das Bundesheer schon bei der Ankündigung einer Hochwasserwelle durch die Bürgermeister zur Assistenzleistung abgerufen werden kann.

Privatpegel

Vorgestellt wurde auch die Möglichkeit eines privaten Pegels, der etwa bei den Überströmstrecken in Landshaag und in Brandstatt aufgestellt werden könnte. Per App auf ihrem Handy können sich Interessierte vorwarnen lassen: Der Pegel koste rund 800 Euro, dazu kommt noch eine Monatsmiete von 30 Euro für den Betrieb. Kosten die die Gemeinden übernehmen sollten.
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