18.09.2014, 10:25 Uhr

Photovoltaik auch auf Ost- oder Westdächern

(Foto: Foto: Fotolia/Omika)
FELDKIRCHEN (fog). Bei normalen Einfamilienhäusern empfiehlt Johann Mair von der Mair-Solarpower GmbH in Feldkirchen Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung zwischen 3000 und 5000 Kilowattstunden pro Jahr (= 3 bis 5 KWp). Der jährliche Ertrag aus einer Anlage dieser Größe entspreche etwa dem Jahresenergiebedarf eines Haushalts. Die Anlagengröße wird meist durch die vorhandene Dachfläche begrenzt. Bei einer 3-KWp-Anlage sind 21 Quadratmeter nötig, bei einer 5-KWp-Anlage 35 Quadratmeter. Bei größeren Gebäuden oder Bauernhöfen geht es meist in Richtung 20 bis 50 KWp. Durch die günstigen Anlagenpreise bei Photovoltaikanlagen – das 3-KWp-Paket inklusive Montage und ohne Förderung kommt bei Mair-Solarpower auf 6288 Euro und das 5-KWp-Paket auf 8550 Euro – werden mittlerweile auch viele östlich und westlich gerichtete Dächer als auch Flachdächer genutzt. Es ist zwar der Ertrag geringer aber die Eigennutzung ist höher weil die Energie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu Verfügung stehe, so Mair.

Besser Photovoltaik
"Die thermische Solaranlage im Einfamilienhaus ist ein Auslaufmodell", sagt der Feldkirchner Unternehmer, da sich heute die Warmwassererzeugung mit Photovoltaik schon vier Jahre schneller rechnet. Ein Vorteil der Potovoltaik: Überschuss kann genutzt oder eingespeist werden und sie produziert auch bei bedecktem Himmel oder Regen. Es geht keine Energie verloren.
Je nach Benutzerverhalten können mit der Photovoltaikanlage etwa 30 bis 40 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushalts gedeckt werden – mit einem sogenannten Energiemanager zirka 50 bis 55 Prozent und mit einem Batteriespeichersystem sogar 70 bis 80 Prozent. Mair: "Wir betreiben seit zwei Jahren ein Aktivhaus, welches zu 100 Prozent mit Photovoltaik und Batteriespeicher versorgt wird.

Überschuss & Förderung
Die überschüssige Energie kann an ein Energieversorgungsunternehmen nach Wahl verkauft werden. Derzeit bekommt man eine Ivestitiontsförderung (KPC) von etwa 5 bis 7 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde. Mit der Tarifförderung ÖMAG gibt es heuer 12,5 Cent pro Kilowattstunde bei einer Voll- oder Überschusseinspeisung. Bis Ende 2014 gibt es 275 Euro/KWp bis maximal 5KWp Förderung vom Klima und Energiefond (KPC). Der ÖMAG-Fördertopf ist 2014 schon leer. Anfang 2015 kann wieder beantragt werden und man bekommt zirka 11,8 Cent pro Kilowattstunde.
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