29.11.2017, 14:48 Uhr

Unschlüssige Tourismusverbände

(Foto: Gemeinde Kirchschlag)

Die Urfahraner Gemeinden debattieren, wo die Reise bei der Fusion der Tourismusverbände hingeht.

OÖ/BEZIRK (fog). Erwartet wurde es schon länger, aber kürzlich wurde es einstimmig im Landtag beschlossen: Die Tourismusstruktur in Oberösterreich wird grundlegend überarbeitet. Bis 2019 werden die 103 Tourismusverbände im Land auf zirka 19 Einheiten zusammengelegt. Als Mindestgröße für einen Verband wurden 200.000 Nächtigungen und 600.000 Euro Finanzkraft pro Jahr festgelegt.

Region Leonfelden fixiert

Relativ klar ist die Situation im neuen Tourismusverband Region Bad Leonfelden, bei dem die Kurstadt, Vorderweißenbach, Afiesl, Schönegg und St. Stefan fix dabei sind. "Derzeit laufen noch Gespräche mit anderen Gemeinden. An sich haben wir bereits die vorgeschriebene Größe", sagt der Leonfeldner Kurdirektor Andreas Eckerstorfer.
Weniger klar ist die Situation beispielsweise in Kirchschlag, da die Skilifte, der Hochseilgarten und das Bogensportzentrum auch eine touristische Rolle spielen. "An sich wollten wir mit Linz zusammengehen, weil wir viel Tagestourismus aus Linz hier haben, aber da besteht keine Chance", sagt der stellvertretende Tourismusverbandobmann Walter Oberneder. Die Kirchschlager wollen noch über Details beraten, fürchten aber, irgendwo zugeteilt zu werden. Oberneder: "Zur Region Bad Leonfelden passen wir auch nicht 100-prozentig, weil wir keine Hotels haben."

Donaugemeinden

Auch die beiden Donaugemeinden Ottensheim und Feldkirchen wissen im Moment noch nicht genau, wo sie sich anschließen sollen. "Derzeit ist die Werbegemeinschaft Donau unser Favorit, aber das ist noch nicht fix", sagt etwa Sylvia Reininger, Obfrau des Tourismusverbands Ottensheim.
Auch Feldkirchen denkt noch nach, weil sich neben der Werbegemeinschaft Donau eine zweite Möglichkeit zur Fusion auftut. Die Initiative gehe von Grein aus, so Tourismusverbandobmann Karl Wögerer. Feldkirchen fürchtet bei einem riesigen Verband, der von Passau bis Grein reicht, zu wenig präsent zu sein. "Niemand darf vergessen werden. Wir liegen bei den Nächtigungszahlen zum Beispiel weit vor Aschach oder Engelhartszell", sagt Wögerer.
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