Die Intervention der Multimediakünstlerin Barbara Ambrusch-Rapp für BRÜCKEN BAUEN–GRADIMO MOSTOVE wurde am 4. Juli 2020 im feierlichen Rahmen eröffnet.
CarinthiJa-Brücke in Selkach lädt zum Hinüberschauen ein

Kunstinstallation „DeinMeinUnserWeg–TvojaMojaNašaPot“ von Barbara Ambrusch-Rapp
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  • Kunstinstallation „DeinMeinUnserWeg–TvojaMojaNašaPot“ von Barbara Ambrusch-Rapp
  • Foto: Anton Reichmann
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„No, schau ma holt wieda amol ume.“ Dieser Einladung im deutschen und slowenischen Dialekt sowie in beiden Kärntner Schriftsprachen sind viele Gäste zur Draubrücke bei Selkach–Želuče gefolgt. Im Rahmen des CarinthiJa2020-Projektes BRÜCKEN BAUEN–GRADIMO MOSTOVE von Gerhard Leeb freut sich Multimediakünstlerin Barbara Ambrusch-Rapp gemeinsam mit dem Initiator und Projektleiter über das große Interesse an ihrer Installation „DeinMeinUnserWeg–TvojaMojaNašaPot“. Bis in den Herbst hinein wird sie zweisprachig zum „Umeschaun“ und zum Dialog anregen.

Bürgermeister Heinrich Kattnig aus St. Jakob, seine Kollegen Manfred Maierhofer aus Ludmannsdorf und Ferdinand Vouk aus Velden haben die Eröffnungsfeier begleitet, wie auch Land Kärnten Kulturabteilungsleiter Igor Pucker, CarinthiJa-Kurator Peter Fritz und LAbg. Ana Blatnik mit Grüßen von Landeshauptmann Peter Kaiser. Aus den nahen Gemeinden kamen Bgm. Sonya Feinig und Franz Richau. LAbg. Reinhart Rohr war ebenso mit dabei wie Galeristin Marija Šikoronja, die Schriftstellerinnen Ivana Kampuš und Tatjana Feinig, Villachs Kulturamtsleiter Christian Sturm, Veldens Kulturreferent Dietmar Piskernik, Vzbgm. und Kulturreferent Franz Inzko aus St. Jakob, Künstlerin Rezi Kolter, Gastronom Franz Sattmann, Unternehmerin Sabine Seidl, Architekt Anton Reichmann, Rozi Sticker vom SPD Rož sowie die "Brücken bauen"-Kunstschaffenden Tanja Prušnik, Monika Grill und Gustav Januš und viele mehr. Ludwig's Dixieland-Jazzband hat das Naturgelände bei der Brücke in ein stimmungsvolles "Woodstock"-Ambiente getaucht (O-Ton Gerhard Leeb).

Die Künstlerin hat einen persönlichen Bezug zu dieser „Drei-Gemeinden-Brücke“, denn ihre Großmutter ist in Stranje/Ludmannsdorf aufgewachsen, sie selbst hat damals noch mit Mädchennamen Barbara Ottowitz ihre Kindheit in Maria Elend/St. Jakob verbracht und seit 2003 lebt sie mit ihrer Familie in Augsdorf/Velden. Umso mehr hat sie sich über die Einladung zur Gestaltung dieser Brücke gefreut und war es ihr wichtig, den Gedanken des wohlwollenden Miteinanders, des Gesprächs auch mit "denen von der anderen Seite“ – im mehrfachen Wortsinn gedacht – in ihre Arbeit einfließen zu lassen.

"Machen wir aus deinem Weg und aus meinem Weg einen gemeinsamen, unseren Weg!", ist ihr Appell vor allem auch an jene, die noch Vorbehalte und Unsicherheiten in sich tragen: "Im Zuhören spürt man oft ganz schnell, dass das Gegenüber "ein Mensch wie ich" ist, mit ähnlichen Bedürfnissen, der Sehnsucht nach Geborgenheit und Wertschätzung." Diese Einladung zum Aufeinanderzugehen macht Barbara Ambrusch-Rapp mit ihrer Installation den ganzen Sommer lang sichtbar. Ein aus Konstruktionsholz gebautes "Wegenetz" wächst über das Geländer hinaus, blau gestrichen für das Drauwasser und den Himmel darüber, mit der mehrsprachigen Inschrift: Na, dann schauen wir doch wieder mal rüber. No, pa spet amrt toti pohlejmo. No, schau ma holt wieda amol ume. No, pa poglejmo spet enkrat tja.

Das ist das CarinthiJa2020-Projekt BRÜCKEN BAUEN–GRADIMO MOSTOVE von Gerhard Leeb: 120 Kilometer Fluss | 12 Brücken | 3 VERBUND-Kraftwerke | 30 KünstlerInnen, LiteratenInnen, FilmemacherInnen | 1 Handelsakademie (Praxis-HAK-Völkermarkt) | 1 HTBLA (Industriedesign|Schmuck und Gravur) | 18 Gemeinden (in Kärnten und Slowenien)
„Brücken bauen–Gradimo mostove“ ist ein zweisprachiges Kunst- und Kulturprojekt, das gemeinsam mit den vorhandenen technischen Bauwerken über die Drau, zahlreiche weitere psychologische und philosophische Brücken zwischen und mit den Volksgruppen spannen wird. Gerade in „Zeiten wie diesen“ ist es notwendig, die Versöhnung voranzutreiben und zu besiegeln. 2020 könnte ein wunderbares Jahr für eine solche Arbeit und für Kärnten werden. Philosophisch und|oder psychologisch verbinden Brücken vor allem Menschen und Kulturen miteinander. Und genau um eine solche Verbindung geht es bei diesem Projekt im Rahmen der Landesausstellung „CarinthiJa 2020“. Vordergründig werden Brücken zwischen den Generationen, den Muttersprachen, Mann und Frau, Malerei und Theater, Film und Grafik, Licht und Ton, Literatur und Musik, Vergangenheit und Gegenwart errichtet und mit Leben erfüllt. Beim Zusammentreffen der Kunstschaffenden und der Menschen auf den Brücken über die Drau (zwischen Rosegg und Dravograd) soll es gelingen, die fast hundert Jahre lang „gepflegten“ Gräben zuzuschütten. Und, nur die Mutigen bauen Brücken! Die Ängstlichen versuchen die Gräben so tief wie möglich zu halten! (Gerhard Leeb, Verein „Brücken bauen – Gradimo mostove“)

Links:
„Brücken bauen–Gradimo mostove“auf Facebook
CarinthiJa2020.ktn.gv.at mit Terminen der nächsten Brückeneröffnungen
Barbara Ambrusch-Rapp

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