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Ratten im Kanal
Unterschätzte Gefahr für Gebäude und Infrastruktur

Angenagtes Kanalrohrstück | Foto: Archiv AWVWW
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Ratten sind weit mehr als nur ein unangenehmer Anblick - sie stellen eine ernstzunehmende Gefahr für Gebäude, Kanalisation und letztlich auch für die öffentliche Gesundheit dar.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis zeigt, wie groß das Schadenspotenzial ist: in einem Einfamilienhaus wurde ein stark beschädigtes Abwasserrohr entdeckt. Das Rohrstück befand sich rund 30 Zentimeter hinter einem WC im ersten Stock und war in einer Vorsatzwand unterhalb eines Unterspülkastens verbaut. Deutlich sichtbar war ein großes, unregelmäßig geformtes Loch mit ausgefransten Kanten und klar erkennbaren Nagespuren.

Solche Spuren lassen keinen Zweifel: Der Schaden wurde nicht durch Materialermüdung verursacht, sondern durch ein Tier - höchstwahrscheinlich durch eine Wanderratte. Dieser Fall steht stellvertretend für viele ähnliche Schäden, die im Verborgenen entstehen und oft erst später entdeckt werden.

Die Folgen beschädigter Abwasserleitungen sind vielfältig:
Feuchtigkeit und Wasserschäden können die Bausubstanz beeinträchtigen, Verstopfungen führen zu Funktionsstörungen und in viele Fällen sind aufwendige und kostenintensive Reparaturen notwendig. Sowohl private Haushalte als auch öffentliche Infrastruktur können davon betroffen sein.

Doch welche Tiere sind dafür verantwortlich?
Im Umfeld des Menschen treten vor allem drei Nagetiere auf: die Wanderratte, die Hausratte und die Hausmaus.

Die Hausratte (Rattus norvegicus) ist der typische Bewohner der Kanalisation. Sie ist äußerst anpassungsfähig, weltweit verbreitet und lebt bevorzugt in Kellern, Kanälen, Ställen oder in der Nähe von Müllplätzen. Als sogenannter Kulturfolger hat sie sich optimal an das Leben in menschlicher Umgebung angepasst.

Die Hausratte (Rattus rattus) hingegen bevorzugt warme und trockene Lebensräume wie Dachböden, Zwischenwände oder Lagerräume. Besonders in der kälteren Jahreszeit sucht sie verstärkt Schutz in Gebäuden.

Auch die Hausmaus (Mus musculus) lebt in unmittelbarer Nähe des Menschen, spielt jedoch im Kanalnetz eine geringere Rolle.

Gerade die Wanderratte findet im unterirdischen Kanalsystem ideale Lebensbedingungen: Schutz vor Witterung, konstante Temperaturen, Dunkelheit und ein weit verzweigtes Röhrensystem mit zahlreichen Rückzugs- und Nistmöglichkeiten. Hinzu kommt ein entscheidender Faktor: Nahrung.

Durch falsch entsorgte Speisereste gelangen kontinuierlich organische Stoffe in die Kanalisation - eine leicht zugängliche Nahrungsquelle, die Rattenpopulationen langfristig wachsen lässt.

Ratten sind ausgezeichnete Schwimmer, können längere Zeit tauchen und sich durch kleinste Öffnungen zwängen. Sie gelangen über undichte Leitungen, beschädigte Rohrverbindungen, Kellerabläufe oder Schächte in das Kanalsystem und können sich dort nahezu ungehindert ausbreiten.

Die Auswirkungen sind erheblich:
Neben materiellen Schäden durch Nage- und Grabtätigkeiten können Gesundheitsrisiken entstehen, da Ratten Krankheitserreger übertragen können. Darüber hinaus führen Reparaturen, Bekämpfungsmaßnahmen und Folgeschäden zu nicht unerheblichen wirtschaftlichen Belastungen.

Angenagtes Kanalrohrstück | Foto: Archiv AWVWW
Informationen AWVWW | Foto: Archiv AWVWW / Reelevant
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