St. Jakob im Rosental ist Herbstmeister
Kärntner Liga: Ein "Kleiner" ganz groß
- Trainer Alexander Suppantschitsch, Topscorer Thomas Ogradnig (18 Treffer), Marco Koller, Manuel Schüttelkopf und Sektionsleiter Andreas Ogradnig krönten sich und ihre Elf zum Herbstmeister.
- Foto: Ogradnig/KK
- hochgeladen von Peter Tiefling
St. Jakob/Rosental ist erstmals Herbstmeister. Nun ist die Regionallliga ein Thema.
St. Jakob/Rosental (Peter Tiefling). Kämpften die Kicker beim SV St. Jakob vergangene Meisterschaft in der Kärntner Liga noch um das nackte Überleben, lachen sie jetzt als Tabellenführer und Herbstmeister von der Tabellenspitze.
Perfekt umgebaut
Für Sektionsleiter Andreas Ogradnig liegt der Schlüssel zum Erfolg im perfekten Umbau der Kampfmannschaft und in der Offensivleistung. 33 erzielte Saisontreffer, wobei 18 davon Thomas Ogradnig einnetzte.
Aber auch die wenigen Verletzungen – eine Ausnahme ist der langfristige Ausfall von Torhüter Christian Michor infolge einer Schulterverletzung – sind ein Grund. Ein weiterer liegt wohl auch darin, dass St. Jakob-Trainer Alexander Suppantschitsch – ein Mann, der nicht gerne zurückblickt, sondern seinen Fokus stets in Richtung Zukunft und Weiterentwicklung legt – gemeinsam mit dem Clubvorstand gute Transferarbeit in der Sommerpause leistete.
Die Neuzugänge
„Mit Torhüter Christopher Altmann aus Maria Saal haben wir einen ausgezeichneten Schlussmann für uns gewinnen können. Auch Eldin Prsic und Harun Memic sowie Andreas Taupe und Oliver Pusztai sind Goldgriffe. Wir haben an Quantität und Qualität gewonnen“, sagt der Trainer. Für Suppantschitsch und seine Elf ist die Herbstmeisterkrone Freude pur, aber auch die baldige Winterpause.
Die Analyse
Ein Pause, die auch Zeit für Analysen gibt, und hier sind Sektionsleiter und Trainer einer Meinung. „Nur weil wir jetzt an der Spitze stehen, ist die Kärntner Liga nicht schwächer geworden. Vielmehr haben die großen Clubs ausgelassen und die sogenannten kleineren Vereine stark aufgeholt. Es ist ausgeglichener, spannender und unberechenbarer geworden. Favorit auf die Regionalliga bleibt aber weiterhin Treibach“.
Gespenst Regionalliga
Eine Liga, die bei vielen Vereinsfunktionären gespenstische Gedanken aufkommen lässt. Denn das Reglement sieht im Falle eines Nichtaufstieges den Zwangsabstieg in die Unterliga für den Meister vor. „Daher müssen wir uns jetzt Gedanken machen, denn wir wollen einen möglichen Aufstieg annehmen“, sagt Ogradnig. Gespenstisch sieht es der St. Jakober Chef nicht, denn seine Kicker sind großteils Studenten und haben keine beruflichen Einschränkungen. Dadurch haben wir auch keine Personalsorgen. „Ich sehe eher den Fußballverband gefordert, sich Gedanken zu machen, wie sie die Vereine im Falle eines Aufstieges unterstützen können. Aus der Fußballakademie finden viele Kicker nicht den Weg zu den Regionalligateams. Hier gehört reglementiert." Für Suppantschitsch geht bei diesem Thema aber immer Qualität vor Quantität.
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