KOLUMNE: Das Auge isst mit? Was für ein Unfug!

Sie kennen den Spruch: „Das Auge isst mit“. Ich stelle mir das anatomisch sehr mühsam vor, zumal für Brillenträger. Da verschmiert man sich doch die Gläser! Und wie ist das bei einer Blindverkostung?

Aber gut, vermutlich ist der Sager anders gemeint. Dass man sich freut, wenn das Essen nett angerichtet ist. Das Problem dabei? Einige Köche sind wahre Dekor-Anarchisten. So wie jener, der mir einst mitten in Klagenfurt (und ich nenne keine Namen!) auf meine Spätzle Erdbeeren gelegt hat. ERDBEEREN!

Ich habe das Wirtshaus selbstverständlich nie wieder aufgesucht – aus Angst, der Mann könnte mir beim nächsten Mal eine Banane aufs Schnitzel legen. Oder eine Melone ins Gulasch tauchen.

Sie sehen, ich bin kulinarisch eher einfach gestrickt. Ich esse primär mit Mund und Magen. Das Auge brauche ich im Gasthaus erst ein paar Minuten später, wenn es ans Zahlen geht. Bei der Rechnung habe ich übrigens noch nie erlebt, dass ein Wirt mit Dekor-Erdbeeren oder Balsamico-Sprenklern schmähtandelt.

Herr Kofler schreibt regelmäßig Kolumnen für die WOCHE. Sie befassen sich mit den kleinen Dingen des Lebens und sind nicht ganz ernst gemeint. Oder doch? 

Lesen Sie hier: In den Fängen der Kaffeepass-Mafia!

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