Leserbrief "Kroatentreffen Bleiburg"
Für ein störungsfreies und friedliches Opfergedenken

Die Gedenkveranstaltung sorgt auch im Vorfeld bereits für Diskussionen

Ein Leserbrief von Franz Jordan aus Gallizien hat die WOCHE erreicht. 

"Kein klar Denkender würde eine faschistische Begleitmusik, rund um das Kroaten-Treffen am Loibacherfeld, inszeniert von einer handvoll Unbelehrbaren gutheißen bzw. sich nicht davon distanzieren.

Das Verhalten der Katholischen Kirchenführung Kärntens, welche mit der Nichtgenehmigung des Gottesdienstes für das Opfergedenken am Loibacherfeld reagierte aber auch politische Reaktionen die auf Unwissenheit beruhen, sind unfassbar, unchristlich wenn nicht pietätlos den schuldlosen Opfern und deren Angehörigen gegenüber.

Für die Politik ist es auch kein Ruhmesblatt, wenn einerseits das Treffen tausender Menschen vor Ort wirtschaftlich ungenützt bleibt, anderseits das gute Verhältnis zu Kroatien auf das höchste gelobt wird, Einladungen (Sobotka, Van der Bellen ) erfolgen, Seitenweise für den Kroatien Urlaub mit Sonne und dem Meer geworben wird, aber es nicht von Bedeutung ist, eine ehrliche Verbundenheit durch die Anwesenheit beim Opfergedenken zu zeigen.

Für jene, die gegen das Opfergedenken zu Felde ziehen, wäre es ratsam sich die Dokumentation vom Kärntner Historiker Dr. Florian Rulitz "Zur Tragödie von Viktring und Bleiburg" an zu sehen.

Offensichtlich ist man von politischer Seite auch nicht imstande, mit den Organisatoren des Kroatentreffens rechtzeitig zu kommunizieren, um ein störungsfreies und friedliches Opfergedenken zu erwirken. Es werden die Behörden sowie die Einsatzkräfte, welche sich bereits im Vorfeld um einen reibungslosen und von unseligen Gedankengut freien Ablauf kümmern, alleine im Regen stehen gelassen.

Das gemeinsame Opfergedenken der Kärntner Konsensgruppe am Völkermarkter Stadtfreidhof ist Beispiel und Anleitung dafür, wie ein friedliches Miteinander gelingen kann. Wir müssen uns aber auch dazu bekennen, auch wenn es kommunistisch linken Gruppierungen und Tito Verehrern nicht angenehm ist, dass sich auf Kärntner Boden fürchterliche Nachkriegstragödien sowie Verbrechen ereignet haben und tausende auch schuldlose Menschen in den Tod geschickt wurden. Auch dies ist Teil der Geschichte unseres Landes."

Franz Jordan per E-Mail aus Gallizien.

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