Bleiburger Wiesenmarkt
"Die Koralmbahn ist für uns ein neues Kapitel"
- Der Bleiburger Wiesenmarkt verbindet Tradition und Moderne und hat eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung für die gesamte Region. Heuer findet das größte und älteste Volksfest Südkärntens von 4. bis 7. September statt, das ist der spätestmögliche Markttermin.
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Von 4. bis 7. September findet heuer der Bleiburger Wiesenmarkt statt – die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, es gibt mehrere Neuheiten. Die Mobilität ist ein großes Thema und die Koralmbahn eine große Chance.
BLEIBURG. Der Bleiburger Wiesenmarkt hat als größtes und ältestes Volksfest Südkärntens Bedeutung für die gesamte Region: "Handelsbetriebe, Tourismus, Handwerk können Wertschöpfung aus dem Wiesenmarkt gewinnen – für die Region, nicht nur für Bleiburg", sind Bürgermeister und Marktreferent Daniel Wrießnig und Marktmeister Arthur Ottowitz stolz.
Steigende Kosten
Ein jährliches Thema sind die steigenden Kosten, die die Stadtgemeinde zu stemmen hat: "Letztes Jahr hatten wir das Glück, dass wir aufgrund des guten Wetters eher günstig gefahren sind – mit geringen Ausgaben für Hackschnitzel und die Wiederherstellung von Wegen. Wir sind mit einem leichten Plus ausgestiegen", weiß Ottowitz. "Es ist jedes Jahr eine Herausforderung, dass wir bei den steigenden Kosten mit unseren Einnahmen das Auslangen finden. Unsere Einnahmen ergeben sich ausschließlich aus den Standgebühren – und wir können diese nicht jedes Jahr in dem Maße erhöhen, wie die Ausgaben steigen. Wir sind eigentlich froh, wenn wir mit einer schwarzen Null aussteigen." Heuer hat der Gemeinderat die Standgebühr um fünf Prozent erhöht. "Das ist sehr moderat", betonen Wrießnig und Ottowitz unisono. Nachsatz: "Wir wären froh, wenn die Ausgaben auch nur in dieser Höhe steigen würden."
Bedeutung für die Region
Dankbar ist man für Unterstützungen aus dem Tourismus, wie der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten-Lavanttal und des Geoparks Karawanken, und für treue Sponsoren. "Zum Glück ist den Tourismusverbänden bewusst, was der Wiesenmarkt für die Region bedeutet. Wir bemühen uns auch immer um Zuschüsse zur Mobilität – das ist immer ein größeres Thema."
Große Chance
"Mit der Koralmbahn wird ein neues Kapitel aufgeschlagen und wir werden uns bemühen, das bestmöglich zu nutzen", betont Ottowitz. "Wir sind in sehr guten Gesprächen mit ÖBB, Westbahn, Kärntner Linien und Postbus, um die stressfreie An- und sorglose Abreise mit Bahn und Bus zu ermöglichen. Wir haben ja auch das Privileg, fast am Marktgelände den Bahnhof zu haben." Die Besucherstromauswertungen aus den vergangenen Jahren haben bereits gezeigt, dass der Raum Steiermark sehr interessant für Besucher ist. Wrießnig ergänzt: "Wir merken ja auch selbst, wenn wir als Vertreter Bleiburgs die Märkte in Wolfsberg und St. Veit und den Villacher Kirchtag besuchen, wie unkompliziert die Anreise mit der Bahn ist."
Stolz auf das Team
Für Daniel Wrießnig ist es heuer der erste Bleiburger Wiesenmarkt in der Funktion als Bürgermeister und Marktreferent. "Die Organisation ist eine Herausforderung, das habe ich heuer noch intensiver kennengelernt. Ich bin sehr dankbar, dass mir Arthur Ottowitz zur Seite steht und stolz auf das gesamte Team der Stadtgemeinde", betont Wrießnig.
Sehr emotional
Fehlen wird am heurigen Wiesenmarkt der langjährige Bleiburger Bürgermeister und Marktreferent Stefan Visotschnig, der im Oktober 2025 verstorben ist. "Stefan war Marktreferent mit Leib und Seele – und das seit 1991", weiß Ottowitz. "Ich bin wirklich froh, dass wir ihm voriges Jahr noch die Ehrung für 35 Jahre Marktreferent überreichen konnten. Er war schon sichtlich gezeichnet von der Krankheit, aber der Wiesenmarkt hat ihm noch einmal Kraft gegeben." Daniel Wrießnig hat in seiner damaligen Funktion als Vizebürgermeister im Rahmen der Wiesenmarkt-Eröffnung die Ehrung an Stefan Visotschnig überreicht. "Das war für mich sehr rührend und emotional", erinnert er sich.
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