Wiener Linien
Ergebnisse der Auto-Wette zeigen Wirkung auf Geldbörse und Klima
- (v.l.n.r.): Oliver Roider vom Institut für Verkehrswesen an der Universität für Bodenkultur (BOKU), Nina Abrahamczik (SPÖ), Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal, Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl, Währing Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne).
- Foto: Wiener Linien/Simon Wöhrer
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Die Universität für Bodenkultur (BOKU) hat die Daten der im Sommer stattgefundenen Autowetter ausgewertet. Gezeigt hätte sich, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer günstiger unterwegs und trotzdem in der Mobilität nicht eingeschränkt waren.
WIEN/WÄHRING. Drei Monate lang sind im Sommer 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt 37 Haushalten mit den Wiener Linien eine Wette eingegangen. Ziel war es zu schauen, ob und wie gut man ohne ein eigenes Auto auskommen kann.
Das Institut für Verkehrswesen der Universität für Bodenkultur (BOKU) hat das Projekt wissenschaftlich begleitet und die Daten nun ausgewertet. Zusammen mit Währings Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) und den Wiener Linien wurden die Ergebnisse präsentiert. Die Wette hätte demnach gezeigt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Schnitt günstiger unterwegs und in ihrer Mobilität nicht eingeschränkt waren.
Günstiger und mobiler unterwegs
Im Rahmen der Wiener Linien Auto-Wette haben die Probandinnen und Probanden das eigene Auto in die Garage gestellt und sind auf Öffis, Sharing-Angebote und Co. umgestiegen. Die Teilnehmenden haben viele neue Mobilitätswege ausprobiert und dabei durchschnittlich täglich um fünf Prozent weiter entfernte Ziele erreicht als davor mit dem eigenen Auto – das entspricht zwei Kilometern.
Dafür wurden im Durchschnitt aber nur drei Prozent mehr Zeit pro Tag aufgewendet, das entspricht viereinhalb Minuten. Das Vorurteil, das man mit dem Auto in Wien schneller ans Ziel kommt, soll damit entkräftet werden.
- Die Ergebnisse hättne gezeigt, dass die Teilnehmenden häufig auf das Fahrrad und Straßenbahnen umgestiegen sind.
- Foto: Wiener Linien
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Durch die Nutzung von umweltfreundlichen Fortbewegungsmitteln während der Auto-Wette konnten 5,5 Tonnen CO₂ eingespart werden. Ohne eigenes Auto waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch sparsamer unterwegs. Berechnungen der Boku zeigen, dass die tatsächlichen Mobilitätskosten mit eigenem Auto monatlich bei 425,20 Euro liegen und durch Mobilität ohne eigenes Auto um bis zu 40 Prozent reduziert werden können.
Ländliche Ziele als Herausforderung
Als herausfordernd wurden vor allem ländliche Ziele außerhalb Wiens empfunden. Der Zeitaufwand mit den öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto hinzugelangen wurde als deutlich höher eingestuft. Trotzdem möchten 15 der 28 befragten Haushalte das eigene Auto verkaufen oder haben es bereits verkauft. Im Partnerbezirk Währing dagegen möchten nur fünf der befragten 14 Haushalte ihren PKW behalten – gleichzeitig geben die Teilnehmenden hier an, mit der Anbindung an den öffentlichen Verkehr sehr zufrieden zu sein.
„Wir wollten mit der Auto-Wette herausfinden, wie wir mehr Menschen motivieren können, ihre Mobilität ohne eigenes Auto zu organisieren. Mit den vorliegenden Ergebnissen gilt es nun ambitioniert weiterzuarbeiten", betont daher auch Bezirksvorsteherin Nossek. "Die Auto-Wette hat bestätigt, dass man in Wien gut und schnell ohne eigenes Auto unterwegs sein kann“, resümiert Gemeinderätin Nina Abrahamczik (SPÖ).
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