Verkehrsrstudie Zell
„Französische Einbahn“ soll 600 Autos einbremsen
- Bürgermeister Werner Krammer (r.) und Stadtrat Mag. Erich Leonhartsberger vor dem Torbogen in der Burgfriedstraße, wo künftig die „Französische Einbahn“ beginnt.
- Foto: Magistrat
- hochgeladen von Eva Dietl-Schuller
Verkehr der Zukunft in Zell: Einbahnlösung soll Verkehr in der Burgfriedstraße um 600 Pkw reduzieren.
WAIDHOFEN/YBBS. „Der Ortsteil Zell entwickelt sich gerade enorm weiter. Hier entsteht ein wirtschaftliches, kulturelles und soziales Zentrum und ein weiterer lebendiger Mittelpunkt unserer Stadt“, erklärt Bürgermeister Werner Krammer. „Wir brauchen neue Ideen und Lösungen für unsere Stadt und vor allem viele Mitgestalter, denn nur gemeinsam können wir Waidhofen zukunftsfit machen. Deshalb halte ich eine breite Diskussion bereits im Vorfeld und auch während laufender Projekte für unverzichtbar.“
"Einfahrt verboten" statt Einbahn-Schild
Unmittelbar vor der Umsetzung steht die „Französische Einbahn“ in der Burgfriedstraße. Diese Einbahn ist nur durch Einfahrt verboten beim Torbogen auf Höhe der Zeller Kirche gekennzeichnet und nicht zusätzlich durch ein Einbahn-Schild. Das heißt, dass vom Kirchenplatz in die Burgfriedstraße nicht zugefahren werden darf. Damit ist zwar das Einfahren in den Einbahnabschnitt untersagt, innerhalb des Abschnitts ist jedoch das Befahren in beide Fahrtrichtungen gestattet. Im Fall von Zell wird das Verkehrszeichen „Einfahrt verboten“ mit einer Zusatztafel „ausgenommen Radfahrer“ ergänzt, um eine durchgängige Radweganbindung, auch für den Ybbstalradweg, zu gewährleisten. Für eine Begegnungszone ist das Fußgängeraufkommen allerdings derzeit zu gering.
Steigendes PKW-Aufkommen in Zell
Etwa 2.100 Fahrzeuge verkehren aktuell pro Tag am Zeller Kirchenplatz, etwa1.700 pro Tag am Hauptplatz und rund 1.500 Fahrzeuge sind pro Tag in der Burgfriedstraße unterwegs.
Eine morgen- und Nachmittagsspitze mit bis zu 170 Kfz pro Stunde gibt es am Hauptplatz und bis zu 130 Kfz pro Stunde in der Burgfriedstraße mit nur wenig Unterschied in den Fahrtrichtungen.
„Wir möchten hier eine Verbesserung schaffen. Uns ist bewusst, dass dies für einige auch kurzfristige Nachteile bringt, bin aber überzeugt, dass es für die Verkehrssituation auf der Zell im Gesamten Vorteile bringen wird. Wir werden die Maßnahme rund um Ostern umsetzen, und setzen uns zum Ziel, ein Jahr Erfahrungen zu sammeln und dann gegebenenfalls wieder zu evaluieren“, so der Stadtchef. „Damit folgen wir der Empfehlung der Verkehrsexperten um auf das steigende PKW-Aufkommen zu reagieren und den Verkehr für die Anrainer verträglicher und sicherer zu machen“, betont auch Stadtrat Erich Leonhartsberger.
Totalsperre von Juli bis Sptember
Ein weiteres Thema der Anrainerbesprechung war die bevorstehende Sanierung der Florianibrücke. Hier laufen gerade die Vorbereitungsarbeiten für die Baustelle, die von Juli bis September eine Totalsperre zur Folge hat. In Bezug auf den „beta campus“ wurde über die nächsten großen Schritte - 2021 Abschluss der Planungsphase bis zur Einreichplanung, 2022 Ausschreibung, 2023 Bauphase, 2024 Vollbetrieb – informiert.
Zahlen und Fakten
Radfahrer
ca. 1.000 pro Tag am Kirchenplatz
ca. 800 pro Tag am Hauptplatz und auf der Oberen Zellerbrücke
gleichmäßig über den Tag verteilt
ca. 400 pro Tag in der Burgfriedstraße
PKW:
2.100 Fahrzeuge pro Tag am Zeller Kirchenplatz,
etwa1.700 pro Tag am Hauptplatz
rund 1.500 Fahrzeuge sind pro Tag in der Burgfriedstraße
ca. 1.100 pro Tag auf der Oberen Zellerbrücke
ca. 550 Fahrzeuge pro Tag in der Sandgasse
Fünf Engstellen:
Ecke Schmiedestraße/Vitzthumstraße
Beginn der Burgfriedstraße
Pfarrgasse
Die Kreuzungen der Burgfriedstraße/Messerergasse
So kommen Sie ab Ostern mit Ihrem PKW vom Zentrum Zell zur Unteren Zellerbrücke:
Variante 1: Über Zell (900 Meter)
Variante 2: Über die Zeller Hochbrücke in die Ybbsitzer Straße und den Graben (1.200 Meter)
Variante 3: Über die Florianibrücke und Pocksteinerstraße (2.500 Meter)
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